Die Induktion schließt vom besonderen, einzelnen Fall auf allgemeine Zusammenhänge. Die Argumentation in einer Diskussion ist so immer anschaulich. Sie ist zu empfehlen, wenn die Diskussionspartner fachlich wenig von bestimmten Sachverhalten verstehen.
Die BESTEN Reden von A–Z-Übung: Denken Sie sich vor einer Diskussion Beispiele aus, die Ihre Interessen im Gespräch mit anderen Personen absichern und aus denen für Sie günstige allgemeine Schlüsse gezogen werden können. Üben Sie, diese Beispiele in verschiedenen Alltagssituationen anzuwenden! Sie können dann überprüfen, ob Ihre Beispiele überzeugen.
Der deduktive Argumentationsweg
„Nun, wir sind wie viele Unternehmen stolz darauf, dass wir besonders ,aktionärsfreundlich‘ sind. Das klingt, so allgemein formuliert, fast selbstverständlich. Ich will Ihnen daher jetzt mal aufzählen, was das für unsere Unternehmenspolitik im Einzelnen bedeutet und welche Schlussfolgerungen daraus hier und heute zu ziehen sind ...“
Die deduktive Argumentation ist anspruchsvoller. Sie geht von allgemeinen Zusammenhängen aus und kommt dann in die Einzelheiten. Sie benötigen also eine allgemeine These, die für die weitere Argumentation besondere Schlüsse zulässt. Entscheidend für den Diskussionserfolg ist, dass Ihre allgemeine These den Einwänden Ihrer Diskussionspartner trotzen kann.
Wenn Ihr Diskussionspartner Ihnen entgegnen kann, dass Ihr Unternehmen „schon seit 10 Jahren keine Dividende mehr gezahlt“ habe, hängt die allgemeine These, sie seien „aktionärsfreundlich“, in der Luft, und Sie stehen im Abseits. Ihre Schlussfolgerungen sind dann nicht mehr nachvollziehbar.
Die BESTEN Reden von A–Z-Übung: Sammeln Sie vor einer Diskussion allgemeine Thesen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Kritik widerstehen können. Ziehen Sie daraus die für Sie günstigen Schlüsse. Üben Sie, allgemeine Thesen in Gesprächen Ihres Berufsalltags anzuwenden und entsprechende Schlüsse zu ziehen! Sie werden schnell feststellen, welche allgemeinen Thesen sich als stabil erweisen und welche nicht. |