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Archiv-Ausgabe 6. September 2006

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Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

seit dem 8. September 1966, also jetzt fast genau 40 Jahre, ist die Enterprise in fremden Galaxien unterwegs. Mein Lieblingsspruch aus diesem Epos ist „Beam uns rauf, Scotty“ – denn das hat viel mit uns Rednern und Rednerinnen zu tun:

Wir inspirieren, motivieren, und verändern. Wir aktivieren unser Publikum. Unsere Zuhörer ändern durch unsere Ansprachen ihre Haltung. Und das sollen sie auch: sie sollen unsere Überzeugung übernehmen, sie sollen unsere Partei wählen, sie sollen in unserem Sinne handeln. Wenn wir das erreichen, war unser Beam perfekt.

Unsere Beam-Technik: Wir reden plastisch und griffig. Wir formulieren kurz und knackig. Wir wählen treffende Begriffe, damit in den Köpfen und Herzen unserer Hörer ein Bild entsteht, das sie sich leicht merken können. Während unserer Rede wechseln wir selten die Bilder. Wir halten am verwendeten Bild fest, bis wir erfolgreich gebeamt haben.

Wir machen abstrakte Begriffe und Zusammenhänge leicht verständlich. Wir sprechen einfach und klar. So, dass auch einfache Gemüter uns leicht verstehen können. Wir meiden Fremdwörter, denn wir müssen nicht beweisen, dass wir intelligent sind. Wahre Intelligenz zeigen wir dadurch, dass unser Publikum nach dem Beamen dort ankommt, wo es hin sollte.

Bordbuch von „Reden aktuell“, Sternzeit 16248

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Manfred Engel
„Navigator“
im richtigen Leben Redenschreiber und
Chefredakteur von Die besten Reden von A bis Z




Die 18 Kommunikations-Geheimnisse eines Umsatz-Milliardärs

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Mehr über den:
'Neuen Reden-
Berater 2006'
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Das gilt ganz bestimmt nicht fürs Management. Dort gilt: Wer (richtig!) reden kann, ist eindeutig im Vorteil. Lesen Sie in diesem Beitrag aus dem neuen Reden-Berater, wie Sie Ihre rhetorischen Kenntnisse und Fähigkeiten im Büro-Alltag erfolgreich einsetzen.

Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie haben einen Verbesserungsvorschlag, der Ihr Produkt für Ihre Kunden noch attraktiver machen könnte. Doch Sie zweifeln: „Soll ich mich wirklich beim nächsten Projektgespräch melden? Ist das nicht anmaßend? Ich könnte stattdessen ja erst mal eine Memo an den Chef schicken ...“

„Solch falsche Bescheidenheit hilft nicht weiter!“, warnt Topmanager Bill Swanson und rät jedem, offensiv für seine Ideen zu werben. Swanson weiß, wovon er spricht. Schließlich ist er Vorstandsvorsitzender des großen US-amerikanischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns Raytheon Company mit 20 Milliarden Dollar Umsatz-Volumen.

Irgendwann begann Swanson damit, seine Management-Regeln für sich selbst auf losen Zetteln zu notieren. 25 Stück wurden es. Später stellte er sie in einer PowerPoint-Präsentation zusammen und stellte sie bei passender Gelegenheit vor. Immer mehr Mitarbeiter und Geschäftsfreunde der Raytheon Company wollten seine „ungeschriebenen Management-Regeln“ von ihm schriftlich bekommen. Deshalb machte er schließlich ein Buch daraus.

18 von Swansons Management-Regeln handeln von der richtigen Kommunikation. Diese geldwerten Rede-Tipps hat der neue Reden-Berater für Sie übersetzt und auf die hiesigen Verhältnisse übertragen. Probieren Sie sie selbst – Sie werden staunen!

Bill Swansons 18 goldene Kommunikations-Regeln
  1. Lerne, „Ich weiß es nicht“ zu sagen. Sag es, wenn es angebracht ist – und das wird häufig sein!
  2. Leg dich fest! Vergiss den Satz „Ich kann es nicht genau sagen, weil das von vielen ungewissen Faktoren abhängt“!
  3. Wenn du nicht kritisiert wirst, tust du zu wenig. Kritik ist gut. Sie treibt dich voran!
  4. Erzähl deinem Chef alles exakt so, wie es ist. Lass ihn nicht ins offene Messer laufen, indem du ihm etwas verheimlichst!
  5. Warte nicht auf die anderen, um ein Projekt zu vollenden. Mach deinen Job und tritt den anderen auf die Füße, bis alle Arbeiten erledigt sind!
  6. Fixiere deine Anweisungen und die Bereitschaft der anderen, einen Job zu übernehmen, schriftlich. Denke nicht „Es wird schon werden“!
  7. Sei nicht schüchtern. Sprich laut. Drück dich deutlich aus, und wirb offensiv für deine Ideen!
  8. Arrangiere Veranstaltungen, in denen Leute sprechen können, die viel wissen und andere gut zu überzeugen vermögen. Lass sie ihre Reden mit der Aufforderung beenden, die anstehenden Aufgaben zu erledigen!
  9. Tritt für Kürze und Klarheit in mündlichen und schriftlichen Berichten ein!
  10. Achte besonders darauf, dich präzise auszudrücken!
  11. Richte eine Beschwerde niemals nach oben. Den Vorgesetzten eines Kollegen, über den du dich beklagst, in einer E-Mail auf „CC“ zu nehmen, ist ein frontaler Angriff gegen ihn!
  12. Wenn du mit Außenstehenden zu tun hast, denk daran, dass du dein Unternehmen repräsentierst. Hüte deine Zunge!
  13. Nimm Dinge, die anzubrennen drohen, von der Herdplatte. Reduziere sie auf simple Zusammenhänge. Gespräche im Fahrstuhl sind dafür besonders gut geeignet!
  14. Bleib stets gelassen und inszeniere keine Notfälle. Bleib mit beiden Füßen auf dem Boden!
  15. Setze dich für schnelle und klare Entscheidungen ein!
  16. Wenn eine Entscheidung ansteht, sind die Pro-Argumente naturgemäß angenehmer als die Contra-Argumente. Dein Chef will die Contra-Argumente aber ebenfalls hören!
  17. Verlier niemals deinen Humor!
  18. An dem, was du tust, solltest du wirklich Spaß haben. Er wirkt sich positiv auf deine Arbeit aus. Keiner mag Meckerfritzen – es sei denn, er ist selber einer!
Übrigens: Die Reden des Vorstandsvorsitzenden Bill Swanson, der so viel Wert auf die angemessene Kommunikation seiner Mitarbeiter legt, können Sie unter www.raytheon.com/newsroom/speeches/swanson/ nachlesen.



Lampenfieber & Co.: Wie Sie in 5 Schritten sicher und souverän auftreten

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Mehr über:
'Stil & Etikette'
Wenn Sie hin und wieder unter Lampenfieber leiden, befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Selbst Spitzensportler, Politiker, Schauspieler haben in bestimmten Situationen immer wieder Angst. Sie brauchen sich deshalb also keineswegs zu schämen. Angst muss nämlich nicht lähmen, krank machen und Sie am Erfolg hindern. Sie kann zum verbündeten Helfer werden. Die folgenden Strategien aus Stil & Etikette zeigen Ihnen, wie.
  1. Eine entspannte Einstellung hilft

    Viele Menschen schämen sich für die körperlichen Symptome ihrer Ängste: Wenn sie eine Gefahr wahrnehmen, beschleunigt sich ihr Herzschlag, die Pupillen weiten sich, sie bekommen einen trockenen Hals und die Nebenniere schüttet Adrenalin aus. Das ist alles andere als angenehm. Aber Ihr Umfeld bekommt davon (fast) nichts mit, was Ihnen peinlich sein müsste. Und selbst wenn – bestimmte Angstsymptome hat jeder schon einmal an sich beobachten müssen: zittrige Hände, rot anlaufen, stottern, den Faden verlieren, Kloß im Hals, Schweißausbrüche, Lampenfieber. Na und?

    • Angst gehört zu Ihrem Leben – auch im Beruf. Akzeptieren Sie deshalb dieses Gefühl, denn Sie können Ihre Ängste nicht ignorieren, betäuben oder verdrängen. Sie müssen lernen, damit umzugehen.
    • Jeder Mensch kennt Angst. Sie sind nicht der einzige Mensch auf der Welt, den in bestimmten Situationen Unsicherheiten plagen. Auch andere müssen damit leben.
    • Bekennen Sie sich zu Ihren Ängsten. Wenn Sie Ihre Ängste verleugnen oder verdrängen, lernen Sie nicht, pragmatisch damit umzugehen.
    • Suchen Sie den Erfolg – bei allem, was Sie tun. Nie darf Ihr Ziel sein, Misserfolge zu vermeiden. Nehmen Sie sich vor, erfolgreich zu sein, und seien Sie anschließend auch mit 90 % zufrieden.
    • Gestehen Sie sich Fehler ein. Entschuldigen Sie sich dafür – aber nur ein Mal und nie übertrieben. Zeigen Sie auch bei der Entschuldigung Souveränität.
    • Denken Sie langfristig. Fragen Sie sich kurz und sachlich, was als Schlimmstes passieren könnte, wenn Sie versagen. Wird das in 2, 5 oder 10 Jahren noch tragisch für Sie sein – oder längst vergessen?
    • Bereiten Sie sich gut auf Ihre Angstsituation vor. Auf diese Weise tun Sie alles, um das Schlimmste abzuwenden.

  2. Denken Sie an Ihr Wunschergebnis

    Ängstliche Menschen malen sich ein Negativszenario oft in den schillerndsten Farben aus. Das blockiert die Erinnerung an ähnliche, erfolgreiche Situationen. Besser: Erinnern Sie sich an Ihre Erfolge! Rufen Sie sich eine erfolgreiche Situation in Erinnerung, wenn sich ein negatives Szenario in Ihrem Kopf abspielt. Beispiele:
    • Haben Sie den letzten Zahnarztbesuch nicht tapfer (und schmerzfrei) überstanden?
    • Konnten Sie nicht neulich den kritischen Chef von Ihrem neuen Projekt überzeugen?
    • Haben Sie sich nicht erfolgreich im Elternbeirat für eine bessere Pausenaufsicht eingesetzt?

    Diese positiven Beispiele geben Ihnen Selbstsicherheit und Vertrauen in die eigene Leistung und wirken Lampenfieber entgegen.

  3. Reden Sie sich selbst gut zu

    1. Notieren Sie den negativen Gedanken.
    2. Hinterfragen Sie ihn.
    3. Entwickeln Sie dann einen positiven Gedanken.

    Durch das Hinterfragen finden Sie heraus, was Sie tun müssen, um erfolgreicher zu sein oder um Klarheit zu bekommen. Wenn etwas riskant ist, stellt sich zum Beispiel die Frage: Was ist das Schlimmste, das passieren kann? Was können Sie tun, um das Risiko zu minimieren? Sie können sich gut vorbereiten, mit Experten sprechen, sich Unterstützung oder einen Berater/Coach suchen, der das Risiko abschätzen kann. Denken Sie auch darüber nach, was passiert, wenn Sie das Risiko nicht eingehen.

    Ihr positiver Gedanke könnte lauten: „Ich nutze meine Chancen. Ich bin gut informiert und gut vorbereitet und werde es schaffen.“

  4. Wenden Sie die 4-A-Methode an

    A 1: Aussprechen
    Wenn Sie über Ihre Ängste mit jemandem sprechen, reagieren Sie sich ab. Reden Sie also mit Ihrem Ehepartner oder einem guten Freund darüber, was Sie belastet. Erwarten Sie von ihm keine heißen Tipps, wie Sie mit Ihren Befürchtungen umgehen sollen. Es hilft Ihnen, wenn jemand zuhört und Sie Ihre Gedanken formulieren können.

    A 2: Ausgleichen
    Angenommen, Sie haben beruflich einen Termin versäumt und jetzt Angst vor der Kritik des Chefs. Ihre Angst ist berechtigt und die Kritik des Chefs auch. Was also tun? Legen Sie sich ein dickes Fell zu und ertragen Sie die berechtigte Kritik. Gleichen Sie den Vorfall aus, indem Sie mehr tun als erforderlich. Engagement, gute Ideen oder hervorragende Leistungen lassen Ihren Chef den Zwischenfall schnell vergessen und stimmen ihn milde.

    A 3: Ausblicken
    Fragen Sie sich in einem augenblicklichen Angstzustand: „Was bedeutet das hinterher noch?“ Wenn die Angst vor Kritik oder Zurückweisung morgen oder nächste Woche keine Bedeutung haben wird, warum wollen Sie sich jetzt sorgen? Beispiel: Sie haben sich bei einem Bewerbungsgespräch blamiert, weil Sie schlecht vorbereitet waren. Die Blamage allerdings hat für weitere Vorstellungsgespräche in anderen Unternehmen keine Konsequenzen. Sie haben dazugelernt und können es beim nächsten Mal besser machen.

    A 4: Annehmen
    Den entspannten Umgang mit der Angst kann man lernen. Gefährlich wird sie nur, wenn sie krank macht … klare Gedanken vernebelt … Lösungen behindert. Realisieren Sie die Tatsache, dass Ihre Hände nass werden und Ihre Beine zittern, genauso wie die Tatsache, dass es draußen regnet. Ärgern Sie sich nicht, sondern konzentrieren Sie sich auf eine tiefe Atmung, einen offenen Blick und eine ruhige Stimme.

  5. Seien Sie mutig

    In Seminaren trainieren Menschen, Ängste abzubauen. Das Prinzip: Jeder trainiert sich Mut an, indem er Forderungen an Mitmenschen stellt, die etwas Überwindung kosten. Das ist kein Widerspruch zu guten Umgangsformen, wenn Ihre Forderung begründet ist und Sie sie höflich äußern. Üben Sie im Alltag, Ängste zu überwinden:

    • Sprechen Sie Fremde in der Straßenbahn an
      Fahren Sie in einer überfüllten Straßenbahn. Bitten Sie einige Fahrgäste, Sie nach vorn durchzulassen.
    • Bitten Sie im Geschäft um besonders guten Service
      Bitten Sie im Geschäft zum Beispiel darum, dass man Ihnen die Ware besonders gut einpackt.
    • Bitten Sie Menschen auf der Straße um Hilfe
      Sprechen Sie fremde Menschen auf der Straße an und bitten Sie sie zum Beispiel um eine Wegbeschreibung.
    • Kämpfen Sie in Warteschlangen für Ihre Rechte
      Trauen Sie sich, für Ihre Rechte zu kämpfen, wenn jemand sich einfach vordrängelt. Fordern Sie die Person auf, sich hinten anzustellen.
    • Reklamieren Sie im Restaurant
      Reklamieren Sie, wenn das Essen nicht Ihren Erwartungen entspricht. Formulieren Sie Ihre Kritik höflich: „Das sieht wirklich sehr appetitlich aus, leider ist das Essen kalt.“

 
Viel Erfolg bei Ihren nächsten Reden und Präsentationen.

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