23. Oktober 2017
 
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Archiv-Ausgabe 20. September 2006

Unsere Themen heute:
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Wie Sie jetzt PowerPoint-Präsentationen zaubern, die beeindrucken

In vielen Unternehmen wird kaum mehr miteinander geredet. Umso mehr wird „präsentiert“.

Aber viele Präsentationen sind mit den Ausdrücken „überladen“ und „unprofessionell“ noch freundlich beschrieben. Längst schon lästert der Volksmund: „Haben Sie etwas zu sagen, oder haben Sie PowerPoint?“

PowerPoint bietet eine Fülle von Funktionen zum Gestalten professioneller Präsentationen. Aber nicht alle Möglichkeiten des Programms sind für jeden Zweck geeignet und sinnvoll. Wie lassen sich Ideen und Informationen visuell so aufbereiten, dass sie beim Publikum ankommen und wirken?

PowerPoint aktuell liefert Ihnen jetzt jederzeit schnelle Hilfe und viele Aha-Effekte bei der Erstellung und Gestaltung Ihrer Präsentationen mit PowerPoint. Tipps für Ihre Präsentationen vor Publikum helfen Ihnen, Ihre Präsentationen perfekt vorzutragen.

Lesen Sie hier mehr!


Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

erster Gongschlag nach 12, zweiter nach 22 Minuten, nach weiteren 2 Minuten ertönte der Schlussgong. In einer kleinen schwäbischen Gemeinde waren die 24 Minuten für die Podiumsdiskussion mit den 5 OB-Kandidaten der nahegelegenen Stadt mehr als ausreichend.

Auch weil 4 der 5 Politiker in ihren Statements nichts zur Gemeinde sagten, sondern ausgiebig ihre Wahlkampf-Reden recycelten. Die Kandidaten standen auf der Bühne, frontal zu den Bürgern. Fast erstarrt wirkend – so wie Ötzi, der gestern vor 15 Jahren (19.9.1991) aus dem Tiroler Eise kam. Die Distanz zu den Hörern wurde bald mit Händen greifbar. Kein Wunder, dass das Publikum nicht zu Fragen aufgelegt war.

Das Favoriten-Trio, das vom Publikum immerhin nach Finanzen, Stadtwerken und zur Kandidatur gefragt wurde, füllte das Loch der Trost- und Wortlosigkeit mit Phrasen. Die beiden anderen Kandidaten erhielten keine einzige Publikumsfrage. Vorzeitig Schluss zu machen unter dem Motto „Gut Freunde, genießen wir lieber den schönen Abend“, wagte jedoch keiner.

Vielleicht wäre das sinnvoller gewesen. Und eine kritische Selbstbeurteilung des eigenen Auftritts, z.B. mit Hilfe der Checklisten, die ich gerade in Die besten Reden von A bis Z veröffentlicht habe, würde diesen Rednern helfen, ihr Auftritts-Ziel beim nächsten Mal besser zu erreichen.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich donnernden Beifall für Ihre perfekte Rede-Vorbereitung mit Hilfe der praxiserprobten Tipps und Tools aus der Redner-Schatztruhe von Ihrem E-Mail-Newsletter „Reden aktuell“. Oder lesen Sie doch mal hier, wie man's nicht machen sollte.

Freundliche Grüße – und einen guten Start in den Herbst!

Ihr Team von Reden und präsentieren aktuell



Lernen von den TV-Profis – wie Sie Reden packend präsentieren

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Mehr über:
'Die besten
Reden von A-Z'
Stellen Sie sich einmal vor, ein 30-minütiger Bericht im Fernsehen würde sich folgendermaßen präsentieren:
  1. Die Sendung ist mit einer Standkamera aufgenommen, deren Objektiv unbeweglich auf den Moderator gerichtet ist.
  2. Das Bild bleibt die ganze Zeit gleich, es gibt keinerlei Abwechslung.
  3. Auch der Moderator bleibt stets derselbe, wechselt sich nicht ab mit einem zweiten, interviewt niemanden, spricht als Einziger.
  4. Und es wird nur geredet, d. h. die Botschaft des Beitrags wird ausschließlich verbal vermittelt.

Wie lange würden Sie sich diese Sendung anschauen? Vermutlich nicht lange! Die besten Reden von A-Z fragt: Warum aber muten viele Redner ihrem Publikum genau so etwas zu? Denn schließlich ist jeder Zuhörer auch Zuschauer.

Interessante Kameraeinstellungen, variantenreicher Schnitt, spannende Dramaturgie und Bilder, Bilder, Bilder – das alles ist ausschlaggebend für die erfolgreiche Gestaltung eines Fernsehbeitrags. Die „Rhetorik des Fernsehens“ ist aber auch gut auf Reden zu übertragen und macht aus jedem Vortrag ein Erlebnis für die Zuhörer. Wilhelm Streit, Fernsehjournalist, Medienberater und Produzent, hat Tipps aus der Praxis für Sie zusammengestellt. Lesen Sie in diesem Beitrag aus Die besten Reden von A-Z, was Sie als Redner von den Fernsehmachern lernen können.

Bewegung ist alles

Fernsehmacher bauen einen Beitrag so auf, dass er vom Zuschauer mit Interesse, ja sogar Spaß, verfolgt wird und die Botschaft leicht und ohne Anstrengung ankommt. Dasselbe Ziel hat jeder Redner. Darum liegt die Frage nahe: Welche Gestaltungskriterien sind vom Fernsehmachen auf das „Redenmachen“ zu übertragen?

Beginnen wir wissenschaftlich: Neurophysiologen haben unser Gehirn erforscht. Wegen der harten Konkurrenz in den Medien werden ihre Forschungsergebnisse gezielt eingesetzt, um erfolgreich Programm zu machen.

Das wichtigste Ergebnis: Unsere Augen – und mit ihnen das Gehirn – lieben die Bewegung. Aufzeichnungen der Augenbewegungen und gleichzeitige Messungen von Gehirnströmen haben ergeben, dass Bewegung wach hält. Darum lautet eine eiserne Regel im Fernsehgeschäft, dass auf jede unbewegte Einstellung
  • eine Kamerafahrt folgen muss
  • oder ein Zoom
  • oder eine durch schnellen Schnitt „virtuell“ erzeugte Bewegung.

Bewegt sich das aufzunehmende Objekt also nicht selbst, so wird mit den genannten Kamera- bzw. Schnittbewegungen der Lust des Auges an bewegten Bildern entsprochen.

Wenn nun aber das Auge gezwungen wird, seiner Vorliebe zu entsagen, wenn es nicht die Umgebung abtasten, nicht hin und her blicken kann, dann nimmt das Gehirn die Informationen nur oberflächlich oder gar nicht mehr auf. Unbewegtes Starren stumpft ab.

Für Sie als Redner(in) bedeutet das: Lassen Sie sich zukünftig nicht mehr ans Rednerpult nageln. Testen Sie, ob Sie ohne Mikrofon sprechen können, oder sorgen Sie dafür, dass Ihnen ein Funkmikrofon zur Verfügung steht. Betrachten Sie das Pult lediglich als Ausgangs- und Konzentrationspunkt und nicht mehr als einen Ort, von dem Sie sich nicht lösen dürfen. Lassen Sie sich nicht mehr an die Kette legen.

Befreit von der Starre des Pultes werden Sie feststellen, dass sich Ihre Rede ebenfalls verändert. Fort vom Pult heißt ja auch fort vom Manuskript. Die örtliche Starrheit abzulegen befreit automatisch von der inhaltlichen Steifheit.

In der nächsten Ausgabe erfahren Sie, wie Sie Bewegung einsetzen, damit Sie und Ihre Rede auch tatsächlich beim Publikum ankommen.



4 Tricks, wie Sie Ihr Publikum mit attraktiven Zitat-Folien stimulieren

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Mehr über:
'PowerPoint
aktuell'
Ein treffendes Zitat zum richtigen Zeitpunkt fasst Ihren Standpunkt in knappen Worten zusammen, setzt Impulse zum Handeln oder Umdenken. Ansprechend gestaltet unterstützt ein Zitat Sie nicht nur beim Erreichen Ihrer Ziele, sondern lockert Ihre Präsentation auch optisch auf. Lernen Sie in diesem Beitrag aus PowerPoint aktuell 4 Tricks kennen, mit denen Sie Zitate garantiert zum optischen Highlight Ihrer Präsentation machen.
  1. Wechseln Sie für Zitate das Layout der Folie

    • Im Standard-Layout einer PowerPoint-Folie wirken Fließtexte – und dazu gehören Zitate – nicht sehr gut. Verwenden Sie stattdessen das Folienlayout LEER. Fügen Sie das Zitat in ein Textfeld ein und formatieren Sie den Text in ausreichender Größe (Schriftgrad 24 oder höher).
    • Weisen Sie der Zitat-Folie über FORMAT > HINTERGRUND einen vom Folienmaster abweichenden Hintergrund zu. Klicken Sie dazu im Dialogfeld HINTERGRUND auf den kleinen Pfeil unterhalb der Vorschau. Verwenden Sie für das Zitat entweder eine andere Farbe oder weisen Sie über FÜLLEFFEKTE einen Verlauf bzw. ein thematisch passendes Bild zu. Aktivieren Sie die Option HINTERGRUNDBILDER AUS MASTER AUSBLENDEN, um auch Seitenzahl, Fußzeile und andere Elemente des Masters zu verbergen. Bestätigen Sie mit ÜBERNEHMEN.

    Tipps für besonders gelungenes Design und Layout
    • Verwenden Sie nur solche Bilder als Fülleffekt für den Folienhintergrund, deren Seitenverhältnis dem der PowerPoint-Folie entspricht. Andernfalls wird das Bildmotiv verzerrt dargestellt.
    • Verläufe wirken besonders schön, wenn Sie zwei Helligkeitsstufen ein und desselben Farbtons verwenden, die sich nur geringfügig unterscheiden.
    • Ordnen Sie Zitate vor einfarbigen Hintergründen oder solchen mit Verlauf nicht vertikal zentriert, sondern etwas oberhalb der Mitte der Folie an.
    • Sorgen Sie mit manuellen Zeilenschaltungen dafür, dass die Sinneinheiten eines Zitats jeweils auf einer Zeile stehen.

  2. Kennzeichnen Sie Zitate durch attraktive Anführungszeichen

    Oft werden Zitate durch den Einsatz von Kursiv- oder Schreibschriften gekennzeichnet. Diese sind in der Bildschirmpräsentation jedoch nicht gut lesbar. Eine bessere Wirkung erzielen Sie mit „typografischen“ oder »französischen« Anführungszeichen, die Sie größer als den Text des Zitats formatieren.

    • Typografische Anführungszeichen aktivieren Sie über EXTRAS > AUTOKORREKTUR-OPTIONEN > AUTOFORMAT WÄHREND DER EINGABE > GERADE ANFÜHRUNGSZEICHEN DURCH TYPOGRAFISCHE.
    • Französische Anführungszeichen erstellen Sie mit ALT+0187 und ALT+0171 (die Ziffern geben Sie rechts auf dem Nummernblock ein).
    • Fügen Sie die Anführungszeichen in jeweils eigene Textfelder ein, um sie unabhängig vom Zitat-Text formatieren und anordnen zu können.

  3. Unterstreichen Sie die Aussage des Zitats mit einem passenden Bild

    Viele Zitate verwenden bildhafte Vergleiche. Verstärken Sie die Aussage noch, indem Sie das Zitat mit einem passenden Bild kombinieren. Wichtig: der Text muss vor dem Bild gut lesbar bleiben.

    • Verfügt das Bild über ausgeglichene Helligkeitswerte, genügt oft bereits ein Schatten, um die Lesbarkeit des Texts zu verbessern. Verwenden Sie dazu SCHATTENART aus der Symbolleiste ZEICHNEN.
    • Ab Version 2002 gleichen Sie unruhige Hintergründe mit einem transparenten Farbverlauf aus, der einen Teil des Bilds sanft ausblendet.
    • Zeichnen Sie dazu ein Rechteck über dem Teil des Bildes, über dem das Zitat stehen soll.
    • Wählen Sie FÜLLFARBE > FÜLLEFFEKTE > GRADUELL > ZWEIFARBIG.
    • Stellen Sie für Farbe 1 einen zum Bild passenden Farbton ein und für Farbe 2 eine beliebige Farbe. Soll der Zitattext beispielsweise vor einem unruhigen Wolkenhintergrund stehen, verwenden Sie für Farbe 1 entweder die des Himmels oder die der Wolken.
    • Ändern Sie die Einstellung für TRANSPARENZ auf VON 0 % ZU 100 %.

    PowerPoint aktuell-Tipp: Beim Drucken und beim Export in das PDF-Format werden transparente Flächen deckend dargestellt. Dies vermeiden Sie, indem Sie Bild und transparente AutoForm über ZEICHNEN > GRUPPIERUNG gruppieren. Rufen Sie dann per rechten Mausklick das Kontextmenü auf und wählen Sie ALS GRAFIK SPEICHERN. Fügen Sie das so exportierte Bild anstelle der Gruppierung ein.

  4. Teilen Sie Zitate per Animation in Sinneinheiten auf

    Längere Zitate sind leichter verständlich, wenn Sie sie nach und nach einblenden. Um nicht mit mehreren Textfeldern arbeiten zu müssen, gehen Sie so vor:

    • Fügen Sie an den Stellen, an denen das Zitat per Animation unterteilt werden soll, über ENTER einen Absatz ein. Möchten Sie dagegen nur einen Zeilenumbruch haben, verwenden Sie die Tastenkombination SHIFT+ENTER.
    • Legen Sie über FORMAT > ZEILENABSTAND gleiche Zeilen- und Absatzabstände für das Textfeld fest. Soll das Zitat einen echten Absatz haben, setzen Sie den Cursor in diese Zeile und geben nur für diese Zeile über FORMAT > ZEILENABSTAND > NACH EINEM ABSATZ einen größeren Wert ein. Bestimmen Sie für die Animation, dass die Animation des Textfelds gruppiert BEI 1. ABSCHNITTSEBENE erfolgen soll.

Geeignet für die PowerPoint-Versionen 2000, 2002, 2003


 
Viel Erfolg bei Ihren nächsten Reden und Präsentationen.

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