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Archiv-Ausgabe 18. Oktober 2006

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Sonderaktion: Reden zum Volkstrauertag 2006

Sie müssen zum Volkstrauertag (19. November 2006) eine Rede halten? Und suchen noch eine passende Rede-Idee?

Im Download-Bereich finden Sie 2 aktuelle Reden – fix und fertig: Exklusiv im Direkt-Download auf business-best-practice.de!



Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Falco hat's vorgemacht, und das war damals gut so. Vor 20 Jahren besang er das Sexualverbrechen an „Jeanny“. Im Oktober 2006 wollte es ihm ein trendiges Sangestrio nachtun, und das Schicksal des Entführungsopfers Natascha Kampusch „Falco-like“ musikalisch verarbeiten. Hörprobe:

„Natascha komm wach auf. Sag willst Du weg hier? Wo hast Du Dein Kopftuch? So eine schöne junge Frau gehört nicht in diese Welt. Natasche leb den lila Traum ...“ Dazu wird im Hintergrund eine Polizeimeldung verlesen.

Ich frage mich: Darf man, wie hier geschehen, sich über ein Gewaltopfer lustig machen und zwischen den Liedstrophen dümmliche Sprüche absondern?

Die 3 am Mikro geben sich als Idealisten. Das Lied sei eine ernsthafte, gesellschaftskritische Aufarbeitung des Schicksals von Natascha Kampusch. Auf keinen Fall gehe es um Plattenverkäufe, oder gar um Gewinne.

Ich finde, diese Musikanten haben alles verdient, nur keine Gage. Gehen wir einmal davon aus, sie wollten tatsächlich künstlerische Gesellschaftskritik betreiben: Welche Missstände werden hier beträllert? Und vor allem – was haben die Zuhörer davon?

Ich bin sicher: Jede Abteilungsansprache vor 5 Mitarbeitern verändert mehr als dies unreife Gekrächze. Mit gut vorbereiteten Reden – Wort für Wort, Satz für Satz, Argument für Argument: So wird kritisiert, so entsteht Fortschritt. Gute Gedanken wünscht Ihnen

Ihr Team von Reden und präsentieren aktuell



Lernen von den TV-Profis – wie Sie Reden packend präsentieren (Teil 3)

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Mehr über:
'Die besten
Reden von A-Z'
Wie Sie Rhythmus in Ihre Rede bringen und dabei selbst ein gutes Bild abgeben

Die besten Reden von A-Z-Tipp 1: Bringen Sie Rhythmus in Ihre Reden

Zum Leben gehört Rhythmus. Auch Rhythmus ist Bewegung. Rhythmus ist Wechsel. Akustische Monotonie in der Rede wird ebenso mit Desinteresse bestraft wie Gleichförmigkeit im optischen Angebot.

Hören Sie doch einfach mal einem natürlichen Gespräch zu! Da ist kein Satz wie der andere: Mal ist ein Satz länger, mal kürzer, mal langsamer, mal schneller, mal leiser, mal lauter, mal ruhiger, mal lebhafter, mal tiefer, mal höher im Tonfall.

Meist sind die gesprochenen Sätze grammatikalisch unvollständig; mal fehlt das Verb, mal die galante Überleitung. Die Alltagssprache mit ihrem Auf und Ab hat natürlichen Rhythmus. Deshalb gehören all diese Elemente auch in Ihre Rede-Präsentation!

Die besten Reden von A-Z-Tipp 2: Die Kunst der Pausen

Ein besonderes Geheimnis des richtigen Rhythmus ist ... das Schweigen. Der große Redner zeichnet sich ebenso wie der gute Reporter und Moderator durch gekonntes, gut platziertes Schweigen aus.

Spielen Sie mit der Kunst der Pausen. Variieren Sie immer wieder. So lockern Sie den Vortrag auf und geben dem Zuhörer außerdem die Möglichkeit, in den kurzen Pausen Ihre Aussagen zu verarbeiten.

Stimmt, ein Redner empfindet schon 3 Sekunden ohne ein Wort als Ewigkeit. Die Angst, die da unten könnten jetzt meinen, man wisse nicht weiter, übermannt viele. Probieren Sie es dennoch – tasten Sie sich einmal vor!
  • Ein kurzes Schweigen nach einer Aussage gibt dem Gesagten mehr Gewicht als eine verbale Betonung.
  • Ein längeres Schweigen sammelt die Aufmerksamkeit und sorgt für neue Konzentration.

Schauen Sie während des Schweigens ins Publikum. Sehen Sie, wie Sie die Blicke auf sich ziehen, die nun wie Fäden auf Sie zulaufen! Wenn denn alle „da“ sind, genießen Sie es, noch ein oder zwei Sekündchen durch Schweigen zu reden – und Sie werden merken: Danach sprechen Sie zu einem Publikum, das wieder voll bei Ihnen ist.

Auch ein Fernsehfilm braucht Sequenzen, in denen geschwiegen wird. Ein Film, der „zugetextet“ ist, kann von den Zuschauern nicht verarbeitet werden. Er erzeugt keine angenehme Stimmung und bleibt ohne Wirkung.

Die besten Reden von A-Z-Tipp 3: Lassen Sie Bilder sprechen

Bilder im Kopf der Zuhörer bzw. Zuschauer entstehen zu lassen ist in der Rede wesentlich. Beim Fernsehen, so könnte man meinen, seien die Bilder schon da, und diese Anforderung sei daher sozusagen von Natur aus erfüllt.

Natürlich muss beim Fernsehen jede Sekunde mit Bildern gefüllt werden – und wenn es ein Schwarzfeld ist. Doch erst interessante Bilder, Bilder mit ungewohnter Perspektive und in überraschenden Zusammenhängen, machen die Film-Suppe würzig und schmackhaft. – Und wie ist es bei der Rede?

Die besten Reden von A-Z-Tipp 4: Geben Sie selbst ein gutes Bild ab

Der Redner selbst ist das Hauptbild, das er anbietet. Befreit er sich vom Pult, verbessert er dieses Bild schon deutlich: Es wird bewegter und vollständiger – schon allein dadurch, dass der Zuschauer jetzt mehr vom Redner sieht als das, was über dem Pult herausragt.

Doch warum nicht noch mehr zeigen? Sie brauchen ja keinen Bauchtanz aufzuführen, aber Sie können zum Beispiel etwas vorzeigen:
  1. Ziehen Sie einen Apfel aus der Tasche.
  2. Zeigen Sie die Aktien, die Sie empfehlen.
  3. Öffnen Sie die Tafel, auf die Sie vorher ein Leitwort geschrieben haben.
  4. Blättern Sie das Flipchart um, das Sie oder ein Mitarbeiter mit einer Zeichnung versehen haben.
  5. Zeigen Sie Bilder mithilfe des Tageslichtprojektors.
  6. Blenden Sie ein kurzes Video ein, das den Funktionsumfang Ihrer neuen Produktfamilie zeigt.
  7. Präsentieren Sie Charts, auf denen ein Bild oder eine Grafik per Knopfdruck vervollständigt wird.

Die besten Reden von A-Z-Empfehlung: Vergessen Sie nicht: Die Augen und deren großer Bruder, das Gehirn, lieben die Abwechslung. Die Neugier, die Lust auf Neues, ist naturgegeben. Beantworten Sie dem Zuhörer – den Sie künftig besser als Zuschauer betrachten sollten – stets die unausgesprochene Frage: „Warum soll ich dir eigentlich zuhören und zuschauen?“

In Teil 4 dieses Beitrags erfahren Sie schließlich, wie alles zusammenpasst und vor den Augen Ihrer Zuschauer ein packender „Rede-Film“ abläuft.


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Haben Sie die ersten beiden Teile verpasst? Hier sind sie:

Teil 1: Was eine Rede mit einem Fernseh-Bericht zu tun hat

Teil 2: Warum Bewegung so wichtig ist und wie Sie und Ihre Rede damit in Zukunft noch besser beim Publikum ankommen



Erzielen Sie mehr Wirkung mit effektvollen Zitaten – Checkliste für Zitate

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Mehr über:
'PowerPoint
aktuell'
Mit attraktiven Zitat-Folien, richtig auf- und in Ihre Präsentation eingebaut, können Sie Ihr Publikum wirkungsvoll stimulieren (lesen Sie dazu bitte diesen Beitrag).

Mit den Tipps aus dieser kleinen Checkliste aus PowerPoint aktuell präsentieren Sie Ihre Zitate noch wirkungsvoller:

Wenn Sie ein Zitat in Ihrer Rede einsetzen, dann in der Regel, um eine bestimmte Wirkung damit zu erzielen. Und zwar möglichst ohne viel dazu erklären zu müssen - denn sonst baut sich die gewünschte Wirkung nicht auf, weil Ihre Zuhörer angestrengt nachdenken, was Sie damit meinen.

Wenn Sie sich vor der Vorbereitung Ihrer Präsentation bei der Auswahl der Zitate diese Fragen stellen, dann werden Sie die beabsichtigte Wirkung beim Publikum garantiert nicht verfehlen:
  • Wird das Zitat von Ihrem Publikum sofort verstanden oder müssen Sie es erst umfangreich erläutern? Ein Zitat, das nur von Experten verstanden wird, ist für Laien nicht geeignet.

  • Ist die Aussage des Zitats eindeutig und unterstützend oder kann sie vielleicht falsch interpretiert werden?

  • Kennt Ihr Publikum den Urheber des Zitats? Wenn Sie mit dem Zitat eine höhere Autorität anrufen, muss diese dem Publikum auch bekannt sein.

  • Ist der Urheber des Zitats in den Augen des Publikums kompetent und integer? Aussagen von Politikern werden unter Umständen bereits aufgrund der Parteizugehörigkeit abgelehnt.

  • Wenn Sie Zitate mit Bildern kombinieren: Eignet sich das Bild dazu, die Aussage zu transportieren?

 
Viel Erfolg bei Ihren nächsten Reden und Präsentationen.

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