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Archiv-Ausgabe 15. November 2006

Unsere Themen heute:
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Rettung in letzter Minute:
Reden zum Volkstrauertag 2006


Sie müssen zum Volkstrauertag (am Sonntag) eine Rede halten? Und suchen noch eine passende Rede-Idee?

Im Download-Bereich finden Sie 2 aktuelle Reden – fix und fertig: Exklusiv im Direkt-Download auf business-best-practice.de!



Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Freitagabend in Zürich, 8 Uhr 30. In dieser Minute klingeln in der Stadt gleichzeitig 5.000 Telefone in Privathaushalten. Am anderen Ende die Stimme von Ueli Maurer, Vorsitzender der Schweizerischen Volkspartei. Er ruft per Band-Ansage dazu auf, am 26. November gegen das schweizerische „Osthilfegesetz“ (=Milliardenzahlung der Schweiz an die neuen EU-Mitglieder in Osteuropa) zu stimmen.

Maurers Botschaft an seine Zuhörer: „Guten Abend, ich bin Nationalrat Ueli Maurer. Ich möchte Sie bitten, am 26. November abzustimmen. Es geht darum, ob Sie dem Osthilfegesetz zustimmen. Ich selbst werde mit Nein stimmen.“

Maurers Schweizerische Volkspartei ist stolz auf dieses „politische Telefonmarketing“. (Die Methode kommt aus den USA und wird dort seit längerem erfolgreich angewendet).

Es gab allerdings etliche verärgerte Zuhörer: Solche, die im ersten Moment erstaunt waren, dass sie persönlich von einem hohen Politiker angerufen wurden – und diesen begrüßen wollten. Nach kurzer Zeit merkte jedoch jeder klar, dass Maurer nicht persönlich am Apparat war. Manch einer fühlte sich billig abgespeist und legte auf. Doch 70 Prozent der Angerufenen hörten Maurers Botschaft bis zum Ende.

Liebe Leserin, lieber Leser: Ich bin überzeugt, dass andere Parteien in Europa nachziehen werden, falls sich diese Werbemethode durchsetzt.

Wird sie sich durchsetzen? – Die Einschätzung fällt schwer: Einerseits fasziniert die kluge Werbeidee, andererseits schwant schlimmes beim Blick in die schöne neue Kommunikations-Zukunft: Wie lange wird es wohl noch dauern, bis der Pfarrer am Sonntagmorgen seine Schäflein per automatischem Telefonanruf in die Kirche ruft? Wie lange wird es dauern, bis nicht nur die Stimme, sondern der ganze Redner aus der Konserve kommt – statt Rednern stehen dann Hologramme hinter den Pulten!

Was denken Sie? Mailen Sie mir Ihre Meinung (an manfred.engel@reden-und-praesentieren.de)!

Ihr Manfred Engel
Redenschreiber und Chefredakteur
von Die besten Reden von A bis Z



Versprecher: So machen Sie die 'richtigen' Fehler

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Mehr über den:
'Neuen Reden-
Berater 2007'
Versprecher in der Öffentlichkeit sind uns in der Regel peinlich. Doch trösten Sie sich: Es kann jeden Redner treffen. Meist ist der Versprecher harmlos, oft wird er nicht einmal bemerkt, gelegentlich hat er einen tieferen Sinn. Doch weshalb unterläuft uns ein solches Missgeschick überhaupt?

Obwohl Versprecher so alt sind wie die Menschheit, hat sich erst Sigmund Freud vor gut 100 Jahren wissenschaftlich mit diesem Phänomen auseinander gesetzt. Seither verwenden wir für Versprecher mit tieferem Sinn den Begriff „Freud’sche Fehlleistung“. In seiner 1904 erschienenen „Psychopathologie des Alltagslebens“ betrachtet Freud alltägliche Fehlhandlungen wie das Versprechen, Vergessen und Verlegen als Beweis dafür, dass das „Unbewusste“ in der menschlichen Seele existiert. Mit solchen Aktionen versucht das Unbewusste, die Wächterinstanz des bewussten „Ich“ immer wieder zu überlisten.

Ob Sie einen Versprecher nun als Beweis für das Unbewusste akzeptieren oder nicht: Wenn Sie sich nicht gerade einen groben Schnitzer erlauben, ist eine „Freud’sche Fehlleistung“ während einer Rede lustig. Sie lockert die Situation auf und zeigt Sie von einer menschlichen Seite. Manche Redner bauen sogar absichtliche Versprecher in Ihren Vortrag ein. Gekonnt vorbereitet, hat dies eine fulminante Wirkung!

Ein Beispiel aus dem neuen Reden-Berater: „Liebe Elke, lieber Frank, seit 25 Jahren hormonisiert ihr perfekt miteinander. [Pause.] Nein, ich habe mich nicht versprochen. Denn es geht mir nicht nur um die Harmonie, die unbestritten zwischen euch beiden herrscht. Es geht mir auch darum, dass eure Hormone offensichtlich optimal aufeinander abgestimmt sind ...“

Bitte Ruhe: Beim Reden sprechen wir nicht!

In ihrem Buch Danke und Tschüs fürs Mitnehmen nennt Helen Leuninger einige besonders köstliche Versprecher. Hier eine Auswahl von Stilblüten, die Sie nach dem Motto „Ein anderer Redner hat einmal versehentlich gesagt ...“ in Ihren Reden verwenden können:
  • Beim Reden sprechen wir nicht!
  • Da ging mir ein Groschen auf!
  • Da habe ich mir etwas eingehalst!
  • Damit haben wir schon drei Fallbeile!
  • Der nimmt kein Brett vor den Mund!
  • Die Panne am Anfang bitten wir zu verzögern!
  • Die reizt nicht mit ihren Geizen!
  • Eine Krähe wäscht die andere!
  • Ich kann schließlich nicht zwei Fliegen auf einmal dienen!
  • Schenken Sie uns mal lieber reinen Tisch ein!
  • Sei unberuhigt!
  • So einen wie den pfeif ich doch in der Rauche!
  • Vergessen Sie, mich daran zu erinnern!
  • Verzeihung, ich habe in einem Abfall geistiger Anwesenheit ...
  • Wir drücken Ihnen alles Gute!

Extra-Tipp: In Amazon finden Sie neben Helen Leuninger auch eine Reihe anderer Autoren, die Versprecher gesammelt haben. Wenn Ihnen dieser Rede-Kniff gefällt, dann haben Sie hier eine nahezu unerschöpfliche Inspirationsquelle. Klicken Sie hier für eine Auswahl von “Versprecher“-Bücher auf amazon.de



Präsentations-Tipp: So formatieren und verschieben Sie Ihre Texte um 50 % schneller

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'PowerPoint
aktuell'
Ein Großteil der Arbeit an einer Präsentation besteht aus dem Eingeben und Formatieren von Texten. Egal, ob Sie Text in einen der vorhandenen Platzhalter, in ein Textfeld oder eine AutoForm tippen: Der Text oder das Objekt müssen zunächst markiert werden.

Viele Anwender erledigen das, indem sie zur Maus greifen und die zu markierenden Elemente einfach anklicken. Da aber die Finger nach der Texteingabe noch auf der Tastatur sind, geht es viel schneller, wenn Sie das Markieren und Verschieben ebenfalls per Tastatur erledigen.

Hier ein Tipp aus PowerPoint aktuell für Sie:

Betätigen Sie nach dem Eintippen des Textes einfach die Taste F2. Damit markieren Sie das Textobjekt als Ganzes. Sie können nun den Text formatieren.

Da Sie mit diesem einen Tastendruck nicht nur den Text, sondern zugleich das ihn umgebende Objekt markiert haben, können Sie auch das Verschieben des Textes gleich per Tastatur erledigen. Benutzen Sie dazu die 4 Richtungstasten. Gerade wenn es darauf ankommt, den Text exakt zu positionieren, ist die Arbeit mit den Tasten genauer und zudem einfacher.

Geeignet ab PowerPoint-Version 97


 
Viel Erfolg bei Ihren nächsten Reden und Präsentationen.

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