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Archiv-Ausgabe 3. Januar 2007

Unsere Themen heute:
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So werden Sie ein noch erfolgreicherer Chef und
empfehlen sich für größere Aufgaben


Erfolgreich wird, wer andere erfolgreich macht. Als Führungskraft brauchen Sie also eine Doppelstrategie, um sich und Ihre Mitarbeiter zum Erfolg zu führen.

Was aber macht aus einer „normalen“ Führungskraft eine besonders erfolgreiche Führungskraft?

Es ist die Fähigkeit,
  • Teams zu formen, die miteinander statt gegeneinander arbeiten ...
  • andere Menschen für sich zu gewinnen und funktionierende Netzwerke zu bilden ...
  • schwierige Gespräche im Konsens zu führen und Kritik so anzubringen, dass sie den Gesprächspartner anspornt statt demotiviert ...
  • Problem-Mitarbeiter einzubinden und deren spezielle Fähigkeiten für das Unternehmen nutzbar zu machen ...
  • auch in schwierigen Situationen den Überblick und einen kühlen Kopf zu bewahren und so das unbegrenzte Vertrauen von eigenen Vorgesetzten, Mitarbeitern, Partnern, Kunden und Lieferanten zu finden ...
Der neue Informationsdienst Führungskraft aktuell geht speziell auf Ihre Bedürfnisse als Führungskraft ein und gibt Ihnen die Sicherheit, sich im Umgang mit Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten stets richtig zu verhalten: nämlich informiert, zielgerichtet und karriereorientiert.

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Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

der Kunde war Manager. Bereichsleiter in einem Unternehmen mit fast 1.000 Mitarbeitern. Er war von seinem Aufsichtsrat gebeten worden, seine „Vision 2010“ für den von ihm geleiteten Bereich vorzustellen. Außer ihm sollten auch die 5 anderen Bereichsleiter des Unternehmens ihre Visionen präsentieren. Alle 6 wussten, dass der Aufsichtsrat einen neuen Vorstandsposten schaffen wollte. Und die bevorstehende Präsentation würde den letzten Ausschlag geben, welcher der 6 künftig Vorstandsmitglied sein würde.

Zwei Wochen vorher traf ich mich mit meinem Kunden zum Coaching. Er war ziemlich fleißig gewesen, und präsentierte mir über 20 Powerpoint-Folien, die er für seinen Auftritt vorbereitet hatte. „Noch ein bisschen feilen, schleifen, polieren, dann habe ich genau das, was die hören wollen“, sagte er, und: „Soll ich mal vortragen?“

Ich antwortete nicht, sondern zeigte ihm diese PowerPoint-Folie:


Dann fragte ich ihn: „Glauben Sie, das daraus die berühmteste Rede des 20. Jahrhunderts geworden wäre? Glauben Sie, dass es heute in den USA eine einzige schwarze Führungskraft gäbe, wenn Martin Luther King damals eine PowerPoint-Präsentation gehalten hätte? Glauben Sie, mit einer Folienpräsentation wäre die Rassentrennung überwunden worden?“

Er entschied schnell: Wir verzichten auf PowerPoint!

Gemeinsam erarbeiteten und trainierten wir einen sehr emotionalen Vortrag ohne technische Hilfsmittel. Unplugged – bis auf die kopierten Handouts, die mein Kunde am Ende seines Auftritts an die Aufsichtsräte verteilte. Mit den Worten „Ich verspreche Ihnen: Sie werden sehr stolz darauf sein, wie mein Bereich unsere Firma nach vorne tragen wird! Danke.“

Mein Kunde erhielt den Vorstandsposten. Die 5 anderen, alles PowerPoint-Präsentatoren, schauten in die Röhre. Denn die 5 transportieren mit ihren Folien nur Zahlen, Daten, Fakten. Genau das, was mit PowerPoint möglich ist. Mein Kunde konnte mit seinem leidenschaftlichen Vortrag positive Gefühle bei den Aufsichtsräten auslösen. Und das gab den Ausschlag.

Gute Gefühle und einen guten Start ins neue Jahr wünscht

Ihr Team von Reden und präsentieren aktuell



So glänzen Sie mit Filmzitaten

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Mehr über:
'Die besten
Reden von A-Z'
Sie wollen Ihren englischsprachigen Kunden beeindrucken? Dann antworten Sie doch auf die „Wann können Sie liefern?“ lächelnd mit den Worten von Tom Cruise im Film „Top Gun“ (1986): „I feel the need – the need of speed.“ („Ich fühl das Gebot – Eile tut not.“) Oder wie wäre es, wenn Sie bei der Einweihung Ihres Eigenheims sagen: „There’s no place like home“. („Es gibt keinen schöneren Platz als Zuhause!“; Judy Garland in „Der Zauberer von Oz“, 1939)?

Das Handbuch Die besten Reden von A-Z meint: Ein Filmzitat in einer Rede zu verwenden, ist aus mehreren Gründen empfehlenswert:
  • Sie können auf diese Weise spielend Humor in Ihre Rede bringen.
  • Sie können leicht in eine Rolle schlüpfen und damit bei Ihrem Publikum „Kino im Kopf“ erzeugen.
  • Sie wecken bei Ihren Zuhörern Erinnerungen an den Film.

All dies spricht die Gefühle Ihres Publikums an. Und dadurch ist es dann auch eher bereit, Ihre Botschaften aufzunehmen und sich noch lange an Ihre Rede zu erinnern.

Geeignete Filmzitate zu finden ist dank des Internets gar nicht so schwer:

Unter www.filmzitate.info haben Film-Fans zahlreiche Aussprüche gesammelt. Zum Zeitpunkt unserer Recherche waren es immerhin 30.905 Zitate aus 2.334 Filmen. Da Sie in allen Filmen entweder nach einem bestimmten Stichwort suchen können oder aber alle Zitate eines bestimmten Films anzeigt werden, kommen Sie sehr zügig zu brauchbaren Anspielungen für Ihre Rede.

Top 5 der Filmzitate

Vor kurzem hat das renommierte Amerikanische Film-Institut (AFI) 1.500 Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Kritiker und Historiker sowie Drehbuchautoren gefragt: „Was ist für Sie das beste Filmzitat?“ Hier die 5 meistgenannten:
  • Platz 1: „Ehrlich gesagt, meine Liebe, das ist mir egal.“ („Frankly, my dear, I don’t give a damn.“)
    Clark Gable zu Vivien Leigh in „Gone with the wind“ („Vom Winde verweht“), 1939

  • Platz 2: „Ich werde ihm ein Angebot machen, das er nicht ablehnen kann.“ („I’m going to make him an offer he can’t refuse.“)
    Marlon Brando in „The Godfather“ („Der Pate“), 1972

  • Platz 3: „Du verstehst das nicht! Ich hätte Klasse haben können. Ich hätte ganz oben sein können. Ich hätte jemand sein können – statt des Penners, der ich nun bin.“ („You don’t understand! I coulda had class. I coulda been a contender. I could’ve been somebody, instead of a bum, which is what I am.“)
    Marlon Brando in „On the Waterfront“ („Die Faust im Nacken“), 1954

  • Platz 4: „Toto, ich glaube, wir sind nicht mehr in Kansas.“ („Toto, I’ve got a feeling we’re not in Kansas anymore.“)
    Judy Garland in „The Wizard of Oz“ („Der Zauberer von Oz“), 1939

  • Platz 5: „Ich seh’ dir in die Augen, Kleines!“ („Here’s looking at you, kid.“)
    Humphrey Bogart in „Casablanca“, 1942


Ein nettes NEIN: 4 Wege, es direkt, aber nicht stillos, zu sagen

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Mehr über:
'Stil & Etikette'
Fällt es Ihnen schwer, jemandem eine Bitte abzuschlagen oder etwas abzulehnen? Viele Menschen haben dieses Problem. Sie halten sich für unhöflich oder egoistisch, wenn sie einmal Nein sagen müssen. Wie überall, so kommt es jedoch auch hier auf das WIE an.

Die Stil & Etikette-Redaktion stellte kürzlich 4 sympathische Wege vor, „Nein“ zu sagen. Damit können auch Sie in Zukunft anderen leichter mal etwas abschlagen, ohne ihn zu verletzen und ohne sich schlecht zu fühlen:

  1. „Geben Sie mir etwas Bedenkzeit.“ Oder noch präziser: „Lassen Sie mich darüber nachdenken. Ich rufe Sie in einer Stunde zurück.“ Rufen Sie nach einer Stunde an, und sagen Sie höflich und klar Nein. Die Bedenkzeit und das zuverlässige Zurückrufen machen Ihre Absage weniger schroff.

  2. „Das ist ein reizvolles Angebot!“ Würdigen Sie das Anliegen des anderen zunächst mit einem Satz der Anerkennung. Machen Sie dann aber deutlich, dass Ihre Kräfte derzeit anderweitig so stark gebunden sind, dass Sie zu diesem interessanten Projekt leider Nein sagen müssen. Erklären Sie dabei nicht, was „das andere“ ist und warum es Ihnen wichtiger ist. Das könnte zu Widerspruch oder sogar Streit führen.

  3. „Ich schätze Sie sehr!“ Wenn Sie eine Bitte oder Anfrage erreicht, loben Sie Ihr Gegenüber und stärken Sie die Beziehung. Leiten Sie danach die Absage ein mit den Worten: „Mit keinem würde ich das lieber machen als mit Ihnen. Aber ...“

  4. „So etwas mache ich prinzipiell nicht.“ Menschen verkraften eine Absage leichter, wenn sie wissen, dass sie nicht persönlich gemeint ist, sondern grundsätzlich gilt: „Ich kaufe grundsätzlich nichts an der Tür.“ „Ich hatte in letzter Zeit kaum Zeit für meine Familie und habe jetzt ganz klar dort die Priorität gesetzt.“

 
Viel Erfolg bei Ihren nächsten Reden und Präsentationen.

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