26. Juni 2017
 
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Archiv-Ausgabe 28. Februar 2007

Unsere Themen heute:
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Wie Sie jetzt PowerPoint-Präsentationen zaubern, die beeindrucken

In vielen Unternehmen wird kaum mehr miteinander geredet. Umso mehr wird „präsentiert“.

Aber viele Präsentationen sind mit den Ausdrücken „überladen“ und „unprofessionell“ noch freundlich beschrieben. Längst schon lästert der Volksmund: „Haben Sie etwas zu sagen, oder haben Sie PowerPoint?“

PowerPoint bietet eine Fülle von Funktionen zum Gestalten professioneller Präsentationen. Aber nicht alle Möglichkeiten des Programms sind für jeden Zweck geeignet und sinnvoll. Wie lassen sich Ideen und Informationen visuell so aufbereiten, dass sie beim Publikum ankommen und wirken?

PowerPoint aktuell liefert Ihnen jetzt jederzeit schnelle Hilfe und viele Aha-Effekte bei der Erstellung und Gestaltung Ihrer Präsentationen mit PowerPoint. Tipps für Ihre Präsentationen vor Publikum helfen Ihnen, Ihre Präsentationen perfekt vorzutragen.

So setzen Sie Powerpoint optimal ein


Sehr geehrte Rednerin, sehr geehrter Redner,

vergangenen Mittwoch rief mich einer meiner Kunden an. Es ging um Anregungen für seinen nächsten Rede-Auftritt, und um ein Problem, das ihn wohl schon länger quälte. Gegen Ende unseres Telefonats rückte er damit heraus – es ging um Schlagfertigkeit. Er sagte:

„Bei unserem letzten Firmen-Meeting wurde ich von einer Frage überrascht, die ich nicht direkt beantworten konnte. Ich musste passen – doch ganz befriedigend war das in dieser Situation nicht. Gibt es für solche Situationen noch elegantere Strategien?“

Ich formulierte meine Antwort bewusst vorsichtig. Denn Schlagfertigkeit ist eine Gabe, die man in den wenigsten Fällen trainieren kann. Doch viele Redner kommen sehr gut durch ihre Auftritte, ohne wirklich schlagfertig zu sein. Wie sie das schaffen? Ganz einfach: sie versuchen Zeit zu gewinnen. Zeit für eine gute, wohlüberlegte Antwort.

Also habe ich meinem Kunden folgendes geraten:

„Lieber Herr F., es kann schon einmal vorkommen, dass Sie eine Frage nicht gleich aus dem Bauch heraus beantworten können. Spielen Sie dann am besten auf Zeit mit einem so genannten Brückensatz. Mit den folgenden Brückensätzen gewinnen Sie Zeit für eine gute Antwort:
  • 'Zunächst eine Vorbemerkung (...).'
  • 'Zunächst möchte ich klarstellen (...)'
  • 'Darf ich Ihre Frage in einen größeren Kontext stellen, nämlich (...)?'
  • 'Würden Sie Ihre Aussage bitte konkretisieren, damit ich gezielt darauf antworten kann?'
Durch Brückensätze und Brückenpassagen vermeiden Sie den Eindruck, ‚sprachlos' zu sein. Und Sie haben, während Sie reden, 1-2 Minuten Zeit, um eine wirklich gute Antwort zu finden.“

Fällt auch Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, die beste Antwort meist erst nach reiflicher Überlegung ein? Dann sollten Sie ab sofort eine Auswahl von Brückensätzen und Brückenpassagen in Ihr rhetorisches Repertoire aufnehmen!

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen –
und dass Sie perfekte Antworten auf die kniffligsten Fragen geben können!

Ihr Manfred Engel
Redenschreiber und Chefredakteur
von Die besten Reden von A bis Z

PS: Weitere Rhetorik-Tipps sowie eine (wohlüberlegte) Antwort auf die Frage, was ein rauchender Mönch mit geschickter Verhandlungsführung zu tun hat, finden Sie in der nächsten Ausgabe meiner besten Reden von A bis Z. Die erscheint am 27. März!

 
Lampenfieber ade! 5 Tipps zur Überwindung der Angst

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Mehr über:
'Die besten
Reden von A-Z'
„Furcht besiegt mehr Menschen als irgend etwas anderes auf der Welt“, konstatierte Ralph Waldo Emerson (1803-82), der amerikanische Philosoph und Dichter. Darum hat die Redaktion der besten Reden von A-Z 5 Tipps für Sie zusammengestellt, wie sich die Furcht – zum Beispiel vor großen Redeauftritten – besiegen lässt.
  1. Die besten Reden von A-Z-Tipp: Handeln Sie

    Beseitigen Sie – so weit es geht – die Ursache Ihrer Angst. Grenzen Sie die Gefahrenquelle ein, treffen Sie Vorsorge. Bei einem Redeauftritt hieße dies zum Beispiel, dass Sie sich so gut wie möglich darauf vorbereiten, sodass Sie eigentlich sicher sein können, dass er gelingt.

    Ängste, deren Ursache sich nicht bekämpfen bzw. umgehen lässt oder die einfach hartnäckig bei Ihnen bleiben, besiegen Sie manchmal nur dadurch, dass Sie sich dieser Erfahrung aussetzen (Konfrontationstechnik). Am besten in kleinen Schritten: So könnten Sie zum Beispiel erst vor wenigen Zuhörern sprechen, bevor Sie sich in volle Säle wagen.

  2. Die besten Reden von A-Z-Tipp: Lenken Sie sich ab

    Angst ist ein Aufmerksamkeitsphänomen. Es ist wie bei dem Kaninchen, das auf die Schlange blickt und sich nicht mehr rühren kann. Je mehr Sie etwas beachten, desto stärker wird es in Ihrer Wahrnehmung. Natürlich: Reale Gefahren müssen Sie beachten, um angemessen darauf reagieren zu können.

    Fürchten Sie zum Beispiel, dass man Sie bei einem Vortrag über ein kontroverses Thema mit Zwischenrufen bombardieren könnte? Dann legen Sie sich schon im Vorfeld einige Antworten zurecht und entwerfen Sie eine Strategie, mit der Sie jederzeit zu Ihrem Konzept zurückkehren können.

    Wenn Sie jedoch wissen, dass Ihre Angst eigentlich unangemessen ist, muss sich Ihre Aufmerksamkeit gezielt von ihr weg auf etwas anderes richten. Ihre Gedanken brauchen einen neuen Haftpunkt, Sie müssen aktiv an etwas anderes denken.

  3. Die besten Reden von A-Z-Tipp: Achten Sie auf Ihre Körperhaltung

    Einerseits drückt unser Körper aus, was wir fühlen, andererseits schafft und verstärkt er diese Gefühle aber auch: Wenn Sie sich der Angst beugen, sich also klein machen und in sich zusammensinken, dann fühlen Sie sich auch klein. Klar: Wer sich „hängen lässt“, hängt bald wirklich durch.

    Darum sollten wir uns – gerade wenn wir uns klein fühlen – bewusst aufrichten, erhobenen Hauptes durch die Welt gehen und lächeln. Ganz besonders, wenn wir am Rednerpult stehen: Nehmen Sie dort von Anfang an eine Körperhaltung ein, die Kraft ausstrahlt – und Sie werden diese Kraft bald spüren.

  4. Die besten Reden von A-Z-Tipp: Atmen Sie aus dem Bauch heraus

    Wenn wir zu flach atmen und nur einen geringen Teil der Lunge nutzen, verstärkt dies unsere Angst. Denn die so genannte Brustatmung ist nicht unsere natürliche Atemtechnik und signalisiert dem Körper deshalb: Achtung, Gefahr! Worauf dieser reagiert, indem er mehr Adrenalin ausschüttet – bei jedem flachen Atemzug.

    Unsere angeborene, natürliche Atmung ist stattdessen die Bauchatmung (auch: Zwerchfellatmung), bei der sich die Lunge vollständig mit Luft füllt und sie gleichmäßig wieder ausstößt, was übrigens auch die Stimme besser klingen lässt.

    Die Bauchatmung funktioniert wie folgt:

    Beim Einatmen wird die Rippenmuskulatur angespannt. Dadurch weitet sich der Rippenkorb, die Luft strömt automatisch in die Lunge, und das Zwerchfell wird nach unten gedrückt. Als Folge sacken die Eingeweide nach außen und unten weg, ein „dicker Bauch“ entsteht. Durch die Bauchatmung füllen sich die Lungen vollständig mit Luft, und beim Ausatmen strömt die Luft kontrolliert und gleichmäßig wieder heraus (wichtig für jeden Redner!).

    Viele Menschen haben allerdings einen ständig angespannten Bauch, z. B. durch Stress. Die Folge ist die so genannte Brustatmung: In diesem Fall können die Eingeweide beim Einatmen nicht wegsacken – die angespannte Bauchdecke verhindert dies – und sind damit dem Zwerchfell im Weg, das sich ausdehnen will. Dieses drückt nun stattdessen den Oberkörper nach oben – und die Brust hebt sich. Die Lunge hat also viel weniger Raum, um sich auszudehnen, und dadurch ist das Atemvolumen deutlich kleiner als bei der Bauchatmung.

    Wir können lernen, tief und ruhig zu atmen, gerade auch dann, wenn uns nicht danach ist. Eine gute Übung dafür ist es, 5 Minuten lang folgendermaßen zu atmen: Durch die Nase einatmen, dabei langsam bis 6 zählen. Kurze Pause (1-2 Sekunden), ausatmen und dabei bis 8 zählen.

    Wir atmen so innerhalb einer Minute nur 4-mal ein und aus. Das erstaunliche Ergebnis: Wir sind danach ruhiger und haben mehr Kraft. Es ist also die ideale Übung, wenn Sie kurz vor einem Redeauftritt stehen. (Wenn Sie eine Atemwegskrankheit haben, sollten Sie von dieser Übung allerdings Abstand nehmen.)

  5. Die besten Reden von A-Z-Tipp: Nehmen Sie es mit Humor

    Manche Plagen werden wir aber einfach nicht los. Wenn eine Angst nicht verschwinden will: Nehmen Sie es mit Humor! Sagen Sie: „Da bist du also wieder, meine kleine Angst. Eigentlich mag ich dich nicht. Aber du wirst schon zu irgendetwas gut sein.“ Entspannen Sie sich. Haben Sie nicht noch Angst vor der Angst selbst!

    Und wer weiß: Wenn Sie derart locker an Ihre Angst herangehen, sie einfach akzeptieren – vielleicht verschwindet sie dann doch irgendwann noch ganz von selbst. Kurzum: Sie sind Ihrer Angst nicht hilflos ausgeliefert. Bei großen Ängsten brauchen Sie therapeutische Hilfe, aber gegen die vielen kleinen Ängste – wie z. B. Lampenfieber – lässt sich einiges wirkungsvoll tun. Versuchen Sie’s!


Wenn die Fettnäpfchen-Falle beim Essen zugeschlagen hat

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'Stil & Etikette'
Ihr Glas fällt um, der Soßenlöffel rutscht Ihnen aus der Hand, eine farbige Brühe ergießt sich über die weiße Tischdecke: eine peinliche Situation, besonders wenn Sie vielleicht grade aufgestanden sind, um vor versammelter Mannschaft eine Tischrede zu halten und alle Augen erwartungsvoll auf Sie gerichtet sind. Was tun?

Stil & Etikette weiß Rat:

Im Restaurant sollten Sie die Beseitigung des Schadens dem Kellner überlassen. Bei größerem Ungeschick – Brandfleck auf dem Teppich, Rotwein auf dem beigen Sofa – bieten Sie Wiedergutmachung, z. B. Reinigung oder Reparatur, an. Entschärfend wirkt auch ein selbstkritischer Kommentar:

  • „Ich bin heute wieder umwerfend.“
  • „Wo ich bin, fallen alle Flaschen um.“
  • „Da habe ich mich ja wieder von meiner besten Seite gezeigt.“
  • „Manchmal habe ich zwei linke Hände.“

Extra-Stil & Etikette-Tipps für ein besonders schlimmes Malheur
  • Schicken Sie Ihrem Gastgeber am nächsten Tag einen Blumenstrauß oder ein passendes Präsent als kleines Trostpflaster und Symbol für Ihre Reue.

  • Ist Ihnen Ihre Serviette oder ein Besteckteil heruntergefallen? Bitte nicht aufheben und nicht mehr benutzen! Ein aufmerksamer Kellner oder Gastgeber wird Ihnen von sich aus Ersatz bringen. Wenn nicht, bitten Sie freundlich und beiläufig darum.

  • Wenn Sie sich selbst bekleckern und niemand anderem Schaden zufügen, verhalten Sie sich diskret: Entschuldigen Sie sich – nach Möglichkeit erst zwischen den Gängen – für einen Moment, um auf der Toilette den Schaden zu begrenzen und dem Fleck mit Wasser zu Leibe zu rücken. Bei größeren Ausmaßen bitten Sie die Bedienung um Hilfe.

  • Ansonsten sollten Sie Ihre Reaktion vom Verhalten Ihrer Umwelt abhängig machen. Solange Ihre Umgebung nicht reagiert, also weder dumme Bemerkungen macht noch auf Ihren Fleck starrt, sollten auch Sie den Fleck ignorieren und so tun, als ob nichts geschehen wäre.

    Haben Sie dagegen Aufmerksamkeit auf sich gezogen, hilft am besten eine kurze humorvolle Bemerkung über Ihre Ungeschicklichkeit. Danach lassen Sie es gut sein und vergessen den Vorfall.

 
Viel Erfolg bei Ihren nächsten Reden und Präsentationen.

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