26. Juni 2017
 
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Archiv-Ausgabe 28. März 2007

Unsere Themen heute:
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So haben Sie als Entscheider endlich auch sich selbst im Griff

Ist Ihr Schreibtisch ständig so voll, weil Sie mit Papier überschüttet werden und nur noch das Wichtigste im Blick haben? Wollen Sie endlich Erfolge bei Ihrer Büro- und Arbeits- und Selbstorganisation erzielen, haben aber eigentlich keine Zeit, sich darum zu kümmern?

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Sehr geehrte Rednerin, sehr geehrter Redner,

Tanja, die Mutter zweier Kinder, hat noch eine einzige Orange im Obstkorb. Dann kommen die Töchter, 11 und 7. Beide rufen: „Ich will die Orange haben!“
Was tun? Soll Tanja die Frucht teilen? Soll sie ein Münze werfen? Oder soll sie Sara und Sissi um die Orange kämpfen lassen? Intuitiv macht die Mutter das Richtige und fragt: „Warum wollt ihr denn die Orange haben?“
Sara will einen Kuchen backen und braucht dazu die Schale. Sissi hat Durst und will frisch gepressten Orangensaft trinken. Die Orange ohne Schale genügt ihr.
Nach dieser Lage-Klärung ist die Lösung plötzlich einfach. Sara bekommt die Schale und Sissi die geschälte Orange.

Beim schnellen „Kompromiss“ mit zwei halben Orangen hätten zwei unzufriedene Kinder die Küche verlassen.

Ohne dass sie jemals ein Management-Seminar besucht hätte, wendete Tanja das „Harvard- Konzept“ an. Dabei geht es im Prinzip um folgendes: Verständnis haben für die Interessen aller Seiten – auch wenn man selbst nicht mit allem einverstanden ist. Wer so gegenüber anderen Menschen auftritt – aber trotzdem hart in der Sache bleibt – hat gute Chancen, taugliche Lösungen zu finden.

Das ist jedoch oft leichter gesagt als getan: Menschen können bei Verhandlungen rasch aufgebracht, unbeherrscht und wütend werden – und genau dadurch wird die Lösung, bei der beide Seiten profitieren, erschwert.

Das Besondere am Harvard-Prinzip liegt darin, dass es nicht (wie herkömmliche Verhandlungsmodelle) auf Kompromisse aus ist, sondern Lösungen sucht, die für beide Seiten zum Gewinn führen. Im Idealfall profitieren beide Seiten von der gefundenen Lösung und können ihre unterschiedlichen Bedürfnisse befriedigen.

Und Sie? Haben Sie heute schon gewonnen?

Herzliche Grüße
Ihr Manfred Engel
Redenschreiber und Chefredakteur
von Die besten Reden von A bis Z


Kleiner Visitenkarten-Knigge

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Mehr über:
'Die besten
Reden von A-Z'
Bei Einladungen oder im Rahmen von Kongressen werden üblicherweise Visitenkarten ausgetauscht: Wer überreicht sie aber zuerst? Und was macht der Empfänger: direkt lesen oder erst einmal wegstecken?

Wenn Sie öfters geschäftlich im Ausland unterwegs sind, verkompliziert sich das Ganze nochmal.

Lesen Sie in diesem Beitrag aus Die besten Reden von A-Z, worauf Sie achten müssen.

Im Inland
  • Faustregel: Der Besucher überreicht die Karte dem Besuchten.
  • Werden mehrere Menschen besucht (Gruppe), erhält zuerst der Ranghöchste die Karte.
  • Bei der Übergabe schaut der Überreichende dem Gegenüber in die Augen.
  • Der Empfänger wirft einen interessierten Blick auf die Karte; sie nach nur flüchtigem Streifen oder gar gänzlich ungelesen wegzustecken gilt als grob unhöflich und ungebührlich.

Visitenkärtchen quer über den Besprechungstisch hinweg zu verteilen, ist nur in informellem Rahmen und unter annähernd Gleichrangigen in Ordnung, ansonsten aber nicht stilgerecht.

Im Ausland
  • Wenn Sie geschäftlich oft im nicht deutschsprachigen Ausland zu tun haben, sind zweisprachige Visitenkarten sinnvoll.
  • Beim Übergeben der Karte sollte die Seite mit dem für das Gegenüber verständlichen Text (also nicht mit dem deutschen) nach oben zeigen.

Im asiatischen Raum werden Visitenkarten gern und oft ausgetauscht. Dort keine Visitenkarte greifbar zu haben gilt als Fauxpas. In Japan z. B. machen – wie bei uns – jüngere oder hierarchisch tiefer gestellte Mitarbeiter den Anfang bei der Übergabe der „Meishi“ (Visitenkarte); sie wird – anders als bei uns – mit beiden Händen überreicht und empfangen, wobei sich beide Partner verbeugen. Wer die erhaltenen Meishi sofort nach Erhalt ausgiebig studiert, gewinnt Pluspunkte.

Übrigens: Zwar hat David Belasco (1853-1931, US-amerikanischer Produzent und Theaterschriftsteller) einmal gesagt „Wenn du deine Idee nicht auf die Rückseite meiner Visitenkarte schreiben kannst, hast du keine klare Idee!“ – dennoch sollten Sie eine Ihnen überreichte Visitenkarte nicht für Notizen verwenden. Zumindest nicht im Angesicht des Gesprächspartners, der sie Ihnen überreicht hat.

Die besten Reden von A-Z-Tipp: Hinterher können Sie immer noch auf der Rückseite notieren, wo Sie die betreffende Person getroffen haben, damit Sie einen Aufhänger haben, wenn Sie sie später einmal kontaktieren wollen.



Die korrekte Anrede: So zeigen Sie Stil, ohne untertänig zu wirken

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Mehr über:
'Stil & Etikette'
Nicht nur das richtige Handling von Visitenkarten ist bei Geschäftskontakten wichtig, auch auf die richtige Anrede in der Korrespondenz kommt es an. Wer einen Titel hat, sollte auch damit angeredet werden ... oder? Klingen manche Anreden heutzutage nicht veraltet oder zumindest etwas „angestaubt“? Und: Dürfen Sie bei Faxen oder E-Mails weniger förmlich sein?

Das Handbuch Stil & Etikette empfiehlt:

Bei der Anrede spielen heute nur noch akademische Grade (Doktor, Professor) und Adelstitel eine Rolle. Berufs- und Funktionsbezeichnungen können Sie weglassen, es sei denn, der Empfänger legt viel Wert auf Traditionen („Sehr geehrter Herr Pfarrer“, „Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin“).

Die zeitgemäße Anrede: „Sehr geehrte( r) ...“ ist stets korrekt. Die Anrede steht mindestens zwei Zeilen unter dem Betreff. Die förmliche Anrede in Brief, Fax oder E-Mail lautet:


  • Sehr geehrter Herr Hofmeier
  • Sehr geehrte Frau Riedmüller
  • Sehr geehrte Frau Mayer, sehr geehrter Herr Mayer
  • Sehr geehrte Damen und Herren

Ausnahmen: Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens

Bei hoch stehenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ist der Gebrauch solcher Titel („Herr Minister“, „Frau Abgeordnete“) noch üblich, ebenso in kirchlichen Kreisen („Herr Bischof“, „Herr Pfarrer“). Manchmal wird dort sogar noch Wert darauf gelegt, das Prädikat zu verwenden („Eminenz“, „Exzellenz“, „Hochwürden“, „Hoheit“). Sie endet stets mit einem Komma. Das erste Wort des folgenden Satzes wird klein geschrieben, sofern es kein Hauptwort oder Name ist.

Früher war es üblich, Frauen mit „Sehr verehrte ...“ anzureden. Das gilt inzwischen als überholt. Auch weniger formelle Anreden sind erlaubt, vor allem wenn ein zwangloses, vertrautes Verhältnis mit dem Briefempfänger besteht. Sie können die Anrede ohne weiteres auflockern und variieren. Beispiele dafür sind:
  • Sehr geehrte, liebe Frau Baumgartner
  • Guten Tag, sehr geehrter Herr Mesmer
  • Guten Tag, Frau Schneider
  • Hallo, liebe Frau Strauss
  • Lieber Herr Klose

Stil & Etikette-Tipp: Lieber förmlich als zu vertraulich!

Benutzen Sie die vertraulicheren Formen nur bei Leuten, die Sie gut kennen. Sonst ist die Unsicherheit zu groß, ob diese persönlichere Art ankommt oder nicht. Die Anrede „Sehr geehrte, liebe Frau ...“ eignet sich als Test. Antwortet der Empfänger ebenfalls mit dieser Anrede oder geht er gleich zu „Lieber Herr .../liebe Frau ...“ über, können Sie das im nächsten Brief auch tun.

Fax und E-Mail: So liegen Sie mit Ihrer Anrede richtig

Die Anrede in einem Fax oder einer E-Mail innerhalb Deutschlands (in die USA ist das anders) gestalten Sie am besten genauso wie eine Briefanrede. Viele Leute neigen gerade bei der elektronischen Post dazu, die Etikette nicht so streng zu beachten. Doch schadet es auf keinen Fall, die Form zu wahren: So treten Sie niemandem auf den Schlips.


 
Viel Erfolg bei Ihren nächsten Reden und Präsentationen.

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