18. August 2017
 
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Archiv-Ausgabe 29. August 2007

Unsere Themen heute:
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Die Geheimnisse einfacher Unternehmens-Führung

Wann hat Ihnen das letzte Mal jemand gesagt, wie gut Sie sind? ...

Chefs kämpfen oft ganz alleine an der Spitze ihres Unternehmens. Sicher – sie erfahren auch eine große Befriedigung durch ihr tägliches Tun – der Erfolg ist am Ende allein ihr Verdienst, schließlich halten sie auch für alles den Kopf hin.

Aber wer weiß schon, wie Unternehmer sich fühlen?

Und vor allem: Wie oft hört ein Chef eine aufrichtige Anerkennung von jemandem auf „gleicher Augenhöhe“ – von jemandem, den er respektiert und der den Chef-Job wirklich kennt? Mitarbeiter brauchen von ihren Vorgesetzten Führung, Lob und Motivation.

Je höher Sie aber in einer Hierarchie stehen, desto weniger Zuspruch erfahren Sie auch.

Natürlich wissen Sie selbst, worauf es in Ihrer Firma ankommt – und Ihre Entscheidungen müssen nicht jedem gefallen. Doch Sie müssen sich z. B. von Banken beurteilen lassen und vom Markt – von Ihren Kunden! Da hat man es oft mit Kritik zu tun. Ein Chef muss dann alleine sehen, wie er klar kommt. Er muss neue Kraft schöpfen, sich selbst auch mal gut zureden und Mut machen für den nächsten Sprung ins Ungewisse. simplify your business hilft Ihnen jetzt dabei.

Lüften Sie das Geheimnis einfacher Unternehmensführung


Sehr geehrte Rednerin, sehr geehrter Redner,

kennen Sie das? Bis kurz vor Ihrem Auftritt sind Sie noch ruhig und gelassen. Aber kaum stehen Sie am Rednerpult, spüren Sie: Ihr Puls rast, Ihre Hände zittern, und der Hals fühlt sich trocken und kratzig an. Sie haben Lampenfieber!

Mit Lampenfieber hatte auch die Leserin Jana S. immer wieder zu kämpfen. Deshalb hat sie mir folgende E-Mail geschickt:

Guten Tag! Was kann ich dagegen tun, wenn ich vor Publikum einen Text vorlesen muss und nicht kann, weil ich so furchtbar nervös bin? Kann ich dieses Problem auch ohne Medikamente lösen? Was soll ich tun?

Mit freundlichen Grüßen
Jana S.

Die Tipps, die wir ihr in unserer Antwort-Mail gegeben haben, gelten generell für jeden, der aufgeregt ist:

Sehr geehrte Frau S.,
die Nervosität, die Sie beschreiben, kennt jeder Redner, jeder Musiker und jeder Schauspieler. Sie ist ganz normal – und (bis auf ganz wenige Ausnahmen) absolut keine Krankheit, die man mit Medikamenten bekämpfen sollte. Ihr Körper will Sie gar nicht schlapp, sondern stark machen. Er WILL diese Anspannung. Er will Ihnen helfen, besonders gut und stark zu sein. Darum fürchten zwar viele große Schauspieler, Sänger und Redner das Lampenfieber – aber sie LIEBEN es zugleich. Sie wissen: Es geht nach den ersten Sätzen (oder Noten) vorbei. Lampenfieber ist also nichts Tragisches. Zum Schluss noch ein Trick von Winston Churchill:

Wenn der eine Rede halten musste, stellte er sich vor, alle Zuhörer säßen in Unterhosen vor ihm. Dann musste er innerlich lachen – und der ganze riesige Respekt vor den anderen war weg! Wenn Sie das nächste Mal einen Text vor Publikum vortragen, probieren Sie Churchills Tipp doch einmal aus!

Herzlichst

Ihr Team von Reden und präsentieren aktuell


Wie Sie Logos und andere Bilder in Ihren Präsentationen wirksam schützen

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Immer wieder erreichen die PowerPoint aktuell-Redaktion Anfragen, wie der Inhalt einzelner Folien vor Veränderung geschützt werden kann oder wie sich verhindern lässt, dass Logos, Fotos, Schaubilder oder andere Bildinformationen einfach kopiert werden können.

Die Lösung: Speichern Sie die komplette Folie als Bild ab und fügen Sie dieses Bild dann als Hintergrund für die Folie ein. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
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Storytelling: Wie Sie in nur 60 Minuten Material für Ihre nächste Rede finden

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Mehr über den:
'Neuen Reden-
Berater 2007'
Die meisten Redner verwenden Gemeinplätze und bemerken kaum, dass das Gesagte am Auditorium vorbeigeht. Individuelle Beiträge und Inhalte sind dagegen ungleich spannender und lebendiger. Die Suche nach eigenen Lösungen bedeutet aber nicht wochenlanges, anstrengendes Märchenerfinden.

In diesem Beitrag aus dem neuen Reden-Berater erfahren Sie, wie Sie mit wenig Zeitaufwand frische, packende, persönliche Geschichten finden, die jede Ihrer Reden zu einem Erlebnis für aufmerksame Ohren machen!

Zuhören, zuhören, zuhören: Das Harun-al-Raschid-Prinzip

Als der Kalif sich Sorgen machte ...

Eines Tages sagte der Kalif Harun al-Raschid zu seinem Großwesir: „Heute Nacht habe ich nicht schlafen können. Zu viele Sorgen! Ich weiß nicht, was mir Ruhe verschaffen kann. Wie lautet dein Rat?“ Darauf der Großwesir: „O Herr, es heißt, die Befreiung von Sorgen liegt in einem von 3 Dingen: entweder dass man sieht, was man noch nie gesehen hat, oder hört, was man noch nie gehört hat, oder ein Land betritt, das man noch nie betreten hat.“ (Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht)

Greifen wir den für Sie wichtigsten der 3 Ratschläge heraus: Wie bekommen Sie als Chef(in) zu hören, was Sie noch nie gehört haben? Ganz einfach! Indem Sie zuhören, zuhören, zuhören – ehe Sie selbst den Mund auftun, um zu reden.

Ganz einfach? Keineswegs. Aber äußerst effizient und wichtig!

... beherzigte er das Harun-al-Raschid-Prinzip

Harun al-Raschid folgte dem Rat des Großwesirs, verließ den Palast, durchstreifte – als Kaufmann verkleidet – die Straßen und Plätze und hörte jetzt, was er bisher noch nie gehört hatte: viele Geschichten. Hörte, wie die Leute über sein Reich und seine Regentschaft dachten, was sie bedrückte, was sie beglückte, welche Veränderung sie schmerzte, was der Veränderung bedurfte, woher Gefahr drohte, wo verborgene Schätze lagen und verborgene Talente ihrer Entdeckung harrten.

Er verkleidete sich als Kaufmann ...

Der Kalif ging nicht herum, um zu lernen, doch er lernte, während er herumging. Er folgte dem Prinzip:

„Man muss nicht besonders weise sein, um zuzuhören – aber man wird besonders weise, wenn man zuhört.“

Wie das Reich des Kalifen ist auch Ihre Behörde, Ihre Kommune, Ihre Schule oder Hochschule, Ihre Bank, Ihr Unternehmen, Ihr Verband oder Verein ein komplexes System, in dem sich viele Faktoren wechselseitig beeinflussen. Gehen Sie herum, lassen Sie sich erzählen, hören Sie aufmerksam zu. Am Ende werden Sie ein anderes Bild im Kopf haben als das, das Sie bis dato mit sich herumtrugen. Ein differenziertes Bild, ein lebendigeres, wahrhaftigeres, ehrlicheres.

Wohlgemerkt: Es geht nicht darum, Daten abzufragen. „50 Megabyte Daten“, so der US-amerikanische Computerexperte Clifford Stoll, „sind genauso wenig Information, wie 50.000 Tonnen Beton und Stahl ein Wolkenkratzer sind.“

... verließ den abgeschirmten Palast ...

Mit Daten arbeiten Sie in Ihrem Job ja ohnehin. Daten hatte auch Harun al-Raschid schon, bevor er den Elfenbeinturm seines Palastes verließ. Er kannte die Topografie und Grenzen seines Landes, die Erträge der Felder, die Stärke der Truppen, die Höhe der Steuereinnahmen, die Zahl der Untertanen.

Aber war das die alleinige Realität? War die Realität nicht vielfältiger als die Wirklichkeit, die er aus den Daten und Berichten rekonstruierte? Hatte sie nicht viel mehr Farben, Stimmen, Verflechtungen?

... und lauschte den Geschichten des Volkes

Er wusste, diese vielfarbige, vielfältige Realität existierte – aber ihm war sie in seinem Palast verborgen geblieben. Man hatte ihn davon abgeschirmt. Aber er selbst hatte auch keinen Drang verspürt, daran etwas zu ändern. Er hatte sich in seinem goldenen Käfig eingerichtet und mit seinem Luxus und seiner privilegierten Stellung „begnügt“.

Ein hoher Grad an Wissen fehlte ihm, und das machte ihm jetzt Sorgen, raubte ihm den Schlaf. Kein Wunder! Sorgen, das wusste der Großwesir, resultieren oft aus Ungewissheit, aus ungenügender Information. Der Weg, mehr über die Wirklichkeit zu erfahren, führt über das Erzählenlassen, das Zuhören und das Verarbeiten des Gehörten.

Machen Sie es ihm nach ...

Und jetzt kommt der Clou: Als Chef(in) können Sie die Vorbereitung Ihrer Reden und das Zuhören wunderbar miteinander verbinden. Unauffällig, diskret – und sehr wirkungsvoll. Für alle Seiten. Bei jeder Rede zur Person und bei (fast) jeder Rede zur Sache.

... und nutzen Sie es zugleich zur Redevorbereitung

Ein Mitarbeiter geht in den Ruhestand, ein Feuerwehrkamerad wird verabschiedet, weil er in ein anderes Bundesland zieht, der Jugendwart des Sportvereins, der aus Altersgründen sein Amt an den Nachfolger übergibt, wird geehrt, ein Verbandsmitglied feiert sein 25. Mitgliedsjubiläum, eine Mitarbeiterin ihren 60. Geburtstag ...

Diese und viele andere Ereignisse bieten Ihnen Gelegenheiten, Reden zu halten – und vorbereitend Geschichten zu sammeln – Storys, die Ihnen Informationen verschaffen. Kein nacktes Zahlenmaterial, wie es sich etwa in den Personalakten eines Unternehmens findet – vielmehr kleine, lebendige „Stücke“ von, mit und über Menschen, oft humorvoll, überraschend, immer selbst erlebt oder selbst gehört, mit persönlichem „Anstrich“, farbig, subjektiv gefärbt.

Und plötzlich entdecken Sie Verknüpfungen mit den Geschichten anderer Personen oder mit anderen Ereignissen. Verschiedene Puzzleteile ergeben ein neues, interessantes Bild, das weder Sie noch Ihre späteren Zuhörer so bisher kennen.

Nehmen wir beispielhaft einen Mitarbeiter heraus, der in Rente geht. Sie sind der Chef, der die Rede auf ihn halten wird. Was tun?

In einer einzigen Stunde ...

Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit. Suchen Sie nacheinander zwei Personen auf: 1. den Abschied Nehmenden und 2. einen seiner frühesten beruflichen Weggefährten (Sympathisanten), der bereits im Ruhestand ist. (Das Bild würde noch farbiger und vollständiger, wenn Sie weitere Personen aufsuchen würden, aber dazu haben Sie nicht die Zeit – und es könnte auch Ihre Rede überfrachten.)

Und dann lassen Sie sich berichten, wie es so war, damals. Stellen Sie offene Fragen, auf die Ihr Gegenüber nicht mit einem bloßen „Ja“ oder „Nein“ antworten kann:

„Erzählen Sie doch mal: Wie sind Sie ins Unternehmen gekommen? Wie war es an Ihrem ersten Tag? Wie war es in den ersten Wochen und Monaten? Was ist Ihnen von damals besonders in Erinnerung geblieben, was war für Sie damals wichtig, und was waren Ihrer Auffassung nach wichtige Stationen für das Unternehmen? Hat sich etwas verändert seit Ihren Anfängen? Wie würden Sie das beschreiben, was sich gewandelt hat? Wie ist es weitergegangen seit dieser Zeit, als Sie angefangen haben, bis zum heutigen Tag?“

... erhalten Sie Material in Hülle und Fülle ...

So erfahren Sie ein Stück aus der Biografie des Abschied Nehmenden: ein Teilstück, das zugleich ein Teilstück des Lebens Ihres Unternehmens/Verbandes/Ihrer Gemeinde/Partei/Hochschule etc. ist. Denn jede Institution besteht aus Menschen – Menschen, über die man meist wenig weiß, weil man sie in der Regel nur eindimensional erlebt: als Arbeitnehmer. Die anderen Dimensionen sind einem verborgen geblieben, wie die Welt außerhalb der Palastmauern dem Kalifen verborgen war.

... aus der Biografie Ihres Unternehmens, Vereins etc.

Wenn Sie jetzt noch die andere „Auskunftsperson“ befragen – die Vorbereitung auf die Abschiedsrede ist stets der Vorwand und Anlass für Ihre Neugier –, haben Sie zweimal 30 Minuten Stoff aus der Geschichte Ihres Unternehmens (etc.), Einblicke in seine Kultur, seine Stärken und Eigenarten, seine offenen und versteckten Regeln, seine Kommunikationsstrukturen und Beziehungsgeflechte. Und das alles aus erster Hand, nämlich aus der Sicht der Menschen, die dieses Unternehmen (etc.) tagtäglich erleben und mitgestalten.

Damit besitzen Sie jetzt jede Menge Stoff für Ihre Rede. Und zugleich, wie der Kalif, jede Menge Informationen über die Realität Ihres Unternehmens (etc.), an die Sie nicht gekommen wären, wenn Sie
  1. Ihren „Palast“ nicht verlassen hätten,
  2. sich nicht Geschichten hätten erzählen lassen
  3. und nicht in aller Ruhe zugehört hätten.
„Storytelling“ heißt die Methode

Diese Methode, an Informationen zu kommen und die Wirklichkeit auf ganz neue Art zu entdecken, nennt man „Storytelling“. Sie ist äußerst Erfolg versprechend, vielseitig einsetzbar und gilt als eine der innovativsten Managementmethoden, obgleich sie, wie Sie jetzt wissen, schon so alt ist, wie es die Geschichten aus Tausendundeiner Nacht sind.


 
Viel Erfolg bei Ihren nächsten Reden und Präsentationen.

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