23. Juni 2017
 
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Archiv-Ausgabe 10. Oktober 2007

Unsere Themen heute:
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Sonderaktion: Reden zum Volkstrauertag 2007

Sie müssen zum Volkstrauertag (18. November 2007) eine Rede halten? Und suchen noch eine passende Rede-Idee?
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Sehr geehrte Rednerin, sehr geehrter Redner,

„Wenn Sie die Macht hätten, zu befehlen, was Ihnen heute richtig erscheint, würden Sie es dann befehlen, gegen den Willen der Mehrheit?“ – diese Frage formulierte der schweizerische Schriftsteller Max Frisch (1911-91) in einem seiner Tagebücher.

Ja oder nein? Verlockende Perspektive? Oder Tabu für einen echten Demokraten? – Sicher ist: Mit kleinen Schritten, Sonntagsreden und gelegentlichen Motivationsappellen sind die heute notwendigen Veränderungen nicht zu erreichen. Würden Sie also – wenn Sie die Macht dazu hätten – gegen den Willen der Mehrheit befehlen, um eine positive Veränderung zu bewirken?

Ich nicht. Denn bei uns sind ALLE verantwortlich für die Zukunft der Gesellschaft. Wir brauchen die aktive Beteiligung ALLER, wenn wir unsere Errungenschaften erhalten und Veränderungen bewirken wollen. Besser als Befehl und Gehorsam: Selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Den Zuhörern zeigen, dass es nicht um die Sicherung von persönlicher Macht und Einfluss geht, sondern um Verbesserungen für alle.

Noch besser: Motivieren, mitreißen, Feuer entfachen – das sind die legitimen Mittel der demokratischen Redner. Machen Sie Gebrauch davon. Reichlich.

Ihr Manfred Engel
Redenschreiber und Chefredakteur
von Die besten Reden von A bis Z


Gewinnen Sie Ihr Publikum mit dem 5-Satz

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Mehr über:
'Die besten
Reden von A-Z'
Der 5-Satz ist eine hochwirksame Überzeugungstechnik aus der klassischen Rhetorik. Wenn Sie die 5-Satz-Technik für die Strukturierung Ihrer PowerPoint-Charts verwenden, gewinnt Ihre Präsentation an Überzeugungskraft – und Ihre Zuhörer sind von Anfang bis Ende mit voller Aufmerksamkeit dabei.

Lesen Sie in diesem Beitrag aus Die besten Reden von A–Z, wie Sie bei der 5-Satz-Technik vorgehen sollten.

Mit dem linearen 5-Satz reihen Sie Ihre Charts in einer logischen Abfolge hintereinander an. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Ihre Charts jeweils eine der folgenden Fragen beantworten:
  1. Was ist der Hintergrund?
  2. Um welches Thema geht es?
  3. Wie gehen wir am besten vor?
  4. Was bringt uns dieses Vorgehen?
  5. Ergebnisse und Konsequenzen?
Die Punkte 1 bis 4 können Sie mit jeweils 2, den Punkt 5 sollten Sie mit nur einem Chart darstellen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Hauptaussage bis zum Schluss aufsparen. So bringen Sie Ihre Zuhörer dazu, Ihren Gedankengang in einzelnen Schritten mitzudenken. Sie nehmen Ihr Publikum „an die Hand“ und führen es zu Ihrem Ziel.

Wenn Sie sich mit Ihrer Präsentation gegen eine konträre Meinung behaupten müssen, bietet sich der parallele 5-Satz als perfekte Anordnung für Ihre Charts an. Dann gliedern Sie Ihre Charts am besten so:

Zunächst stellen Sie vor, was die „andere Seite“ festgestellt (Punkt 1) und wie sie das Festgestellte interpretiert hat (Punkt 2). Dann präsentieren Sie, was Sie festgestellt haben (Punkt 3) und wie Sie das sehen (Punkt 4). Am Ende steht die Konsequenz aus den beiden Interpretationen (Punkt 5 – hier nutzen Sie am besten wieder nur eine einzige Folie).

So bereiten Sie Ihre Charts vor

Legen Sie zunächst fest, welche zentralen Informationen das Grundgerüst Ihrer Präsentation bilden. Gibt es eine hierarchische Abfolge? Im Idealfall können Sie anhand der zentralen Informationen Ihre Präsentation in 5 Kernaussagen zusammenfassen.

Die 5 Kernaussagen sind gleichzeitig auch die Überschriften zu Ihren Charts. D. h.: Kernaussage Nr. 1 steht als Überschrift über den beiden Charts zu Punkt 1 etc.

Die besten Reden von A–Z-Tipp: Arbeiten Sie zusätzlich noch mit Farben. So könnten z. B. in den Charts, die Ihre Meinung verdeutlichen, Grüntöne vorherrschen, in den „gegnerischen“ Charts Rottöne.

Wenn das Grundgerüst steht, können Sie nach Fakten und Bildmaterial suchen, die Ihre Aussagen argumentativ oder illustrierend stützen. Große Wirkung erzielen Sie, wenn Sie Ihre Argumente mit Bildmaterial verdeutlichen, die gegnerischen Argumente jedoch nicht.

Überlegen Sie anschließend, mit welchen Formulierungen Sie die einzelnen Charts und vor allem die Schlussaussage kommentieren. Wichtig: Bringen Sie am Schluss als Fazit Ihre Hauptaussage mit einem kurzen Satz auf den Punkt.



Die 7 häufigsten Fettnäpfchen bei der Begrüßungsrede

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Mehr über den
'großen Knigge'
Wenn Sie Ihre nächste Begrüßungsrede halten, denken Sie an diesen Beitrag aus dem großen Knigge – er zeigt Ihnen, was Sie dabei besser vermeiden sollten:
  1. Unpersönliche, pauschale Anreden
    „Liebe Anwesende“. Niemand sieht sich gern dadurch charakterisiert, dass er nur „anwesend“ ist. Stellen Sie Bezug her! Zum Beispiel: „Liebe Freundinnen und Freunde der Barockmusik.“ Wo ist das Gemeinsame, das Verbindende? Stellen Sie dies heraus!

  2. „Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind.“
    Das häufigst anzutreffende Fettnäpfchen überhaupt. Denn diese Aussage ist sachlich einfach falsch. Niemandem auf der Welt wird es gelingen, zahlreich anwesend zu sein ...

  3. Den nach Ihnen Folgenden vorgreifen
    Stellen Sie in der Begrüßungsrede Anlass, Gemeinsamkeiten, Grund der Zusammenkunft heraus. Greifen Sie aber niemals der nachfolgenden Rednerin oder dem nachfolgenden Redner vor. Ziel Ihrer Rede ist das Einstimmen auf das Kommende. Nicht das Vorwegnehmen!
  1. Verleugnen der Hintergründe
    Typisches Beispiel: Es gibt Seminare im Unternehmen, da „muss“ ein Team oder eine Einzelperson hin. Von Freiwilligkeit keine Spur. Dann tun Sie in Ihrer Begrüßungsrede erst gar nicht so, als seien alle gern und bereitwillig und mit großer Begeisterung gekommen! Im Gegenteil: Sie greifen genau diesen Punkt auf. Erläutern, warum das Treffen wichtig ist. Und versuchen, durch gezielte rhetorische Fragen Neugier zu wecken.

  2. Lob und Dank vergessen
    Eine herzliche und offene Begrüßung schließt auch Worte des Dankes mit ein. Danken Sie den Gastgeben-den für die Gastfreundschaft beziehungsweise den Veranstaltern für die gute Organisation. Und wenn Sie selbst die Veranstaltung organisieren, danken Sie Ihren Gästen für das Kommen.

  3. Begrüßungs-Orgien
    Auch wenn Sie die tollsten Ehrengäste haben: Für ausufernde Begrüßungsorgien hat heute niemand mehr Verständnis. Dazu kommt: Wenn Sie von 100 Gästen 23 namentlich erwähnen, fühlen sich die übrigen 77 ausgegrenzt.

  4. Länger als 5 (maximal 10) Minuten reden
    Ihre Begrüßungsrede ist NICHT die Hauptrede des Tages, der Veranstaltung oder des Abends. Ihre Begrüßungsrede ist auch KEIN Referat. Sie ist eine EINSTIMMUNG. Sie ist ein BEKANNTMACHEN. Ich kann es gar nicht oft genug sagen. Denn wenn Sie im Internet als Suchbegriff „Begrüßungsrede“ eingeben, finden Sie eine Vielzahl von Beispielen. Auffällig ist, dass sich immer die Politiker NICHT an diese Empfehlung halten.
Der große Knigge-Tipp: Kommen Sie einfach zum Punkt! Und seien Sie ehrlich! Ehrlich, das heißt: Treten Sie als der Mensch auf, der Sie sind. Reden Sie so, wie Sie immer reden. Vertreten Sie Ihre Meinung – selbst in schwierigen Situationen!


 
Viel Erfolg bei Ihren nächsten Reden und Präsentationen.

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