23. Juni 2017
 
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Ausgabe vom 5. Dezember 2007

Unsere Themen heute:
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Sonderaktion: Weihnachtsrede 2007

Festliche Stimmung für Betrieb, Gemeinde, Verein und Schule –
10 Weihnachtsreden fix und fertig für Sie zum Download: Exklusiv im Direkt-Download auf reden-und-praesentieren.de!



Sehr geehrte Rednerin, sehr geehrter Redner,

weniger ist mehr – dieser Satz kommt mir immer in den Sinn, wenn ich meine bevorzugten Suchmaschinen anwerfe. Haben Sie schon mal Ihren Namen gegoogelt? Heißen Sie z. B. „Müller“, so finden Sie 73.000.000 Fundstellen im deutschsprachigen Netz. Ich habe letztens eine Information zum „Goldenen Schnitt“ gesucht: 623.000 Fundstellen! Da habe ich schnell aufgegeben und einen befreundeten Architekten angerufen.

Wenn Sie eine Rede vorbereiten, nützen Ihnen schwerlich millionenfache Informationsangebote. Aber nicht nur die Informationen des Internet überschwemmen uns. Vor Aufsichtsratssitzungen, Besprechungen, Pressekonferenzen oder Geschäftsessen tragen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Riesenstapel von Unterlagen in die Vorzimmer ihrer Chefs. Wer wird und kann das alles lesen?

Eberhard Posner, langjähriger Leiter der Unternehmenskommunikation der Siemens-Zentrale in München, sagt dazu: „Die eigentliche Leistung bei der Kommunikation ist es, sich klarzumachen, wer einem zuhört.“ Das gilt für jede Rede, jede Rednerin und jeden Redner. Lassen Sie sich nicht irre machen, wenn Ihnen zum nächsten Thema Ihrer Rede ein Riesenstapel an Informationen angeboten wird. Fragen Sie sich einfach: „Wer wird mir zuhören? Und was will ich ihm sagen?“

Weniger ist mehr – eine einfache Sache, die schwer zu machen ist. Der neue REDENBERATER und Die besten Reden von A-Z unterstützen Sie dabei, immer die richtigen, klaren und verständlichen Worte zu finden.

Herzlichst

Ihr Manfred Engel
Redenschreiber und Chefredakteur
von Die besten Reden von A bis Z


Der Erzengel und die Tiere in Bethlehem

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Mehr über:
'Die besten Reden von A–Z'
Passend zur Weihnachtszeit eine besinnliche Weihnachtsgeschichte aus Die besten Reden von A–Z , die sich auch gut zum Erzählen auf Ihrer Weihnachtsfeier eignet, ob privat, betrieblich oder im Verein:

Zu der Zeit, als Maria und Josef nach Bethlehem gingen, rief ein Erzengel die Tiere in der Gegend heimlich zusammen, um einige auszuwählen, die der Heiligen Familie im Stall mit Anstand Gesellschaft leisten konnten.

Als Erster meldete sich natürlich der Löwe. „Nur jemand von königlichem Geblüt ist würdig“, brüllte er, „dem Herrn der Welt zu dienen. Ich werde mich mit all’ meiner Stärke vor die Stalltüre setzen und jeden zerreißen, der sich in die Nähe des Kindes wagt." „Du bist mir zu grimmig“, sagte der Erzengel.

Dann schlich sich der Fuchs heran, wedelte unschuldig mit seiner Rute und meinte: „König hin oder her, vor allem ist doch für das leibliche Wohl zu sorgen. Deshalb biete ich mich dafür an, süßesten Honig für das Gotteskind zu stehlen und jeden Morgen auch ein Huhn in den Topf für die Mutter.“ „Du bist mir zu liederlich“, sagte der Erzengel.

Nach und nach kamen alle Tiere dran: Hund und Katze, die kluge Eule, die süß flötende Nachtigall und der eitle Pfau. Und jedes pries seine Künste an. Zuletzt blickte der strenge Erzengel noch einmal um sich und sah Ochs und Esel draußen auf dem Felde stehen, beide im Geschirr, denn sie dienten einem Bauern und mussten Tag für Tag am Brunnen im Kreis laufen.
Der Engel rief auch sie herbei:

„Ihr beiden, was habt ihr anzubieten?“ „Nichts, Euer Gnaden“, sagte der Esel und klappte traurig seine Ohren herunter. „Wir haben nichts gelernt außer Demut und Geduld. Alles andere hat uns immer Prügel eingetragen.“ „Aber“, warf der Ochse schüchtern ein, „aber vielleicht könnten wir dann und wann ein wenig mit den Schwänzen wedeln und die Fliegen verscheuchen."„ Dann seid ihr die Rechten!“, rief der Erzengel.



Die 7-Antwort-Techniken auf einen Blick

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Mehr über den
'großen Knigge'
Darum geht es: Manche Fragen können uns ganz schön in Verlegenheit bringen: Da will jemand Dinge wissen, die ihn eigentlich gar nichts angehen, über die Sie nicht sprechen wollen oder sprechen dürfen. Und auf die Schnelle will Ihnen einfach keine Antwort einfallen, die Sie möglichst unauffällig aus dieser unangenehmen Situation befreien könnte.

Lesen Sie in diesem Beitrag aus dem großen Knigge, wie Sie mit indiskreten und unangenehmen Fragen souverän umgehen.

Beispiel für die unterschiedlichen Reaktionsmöglichkeiten :

Herr Werner kommt nach einer Krankheit zum ersten Mal wieder ins Büro. Sein Chef begrüßt ihn: „Ja guten Morgen, Herr Werner, da sind Sie ja wieder! Was hatten Sie denn?“
  1. Überhören

    Herr Werner: „Guten Morgen. Einen kleinen Moment, ich komme gleich!“ Hängt in aller Ruhe seine Jacke in den Schrank, bedient sich an der Kaffeemaschine und räumt den Papierstapel beiseite, der sich auf dem Schreibtisch angehäuft hat: „Was hab’ ich denn letzte Woche Wichtiges verpasst?“
  1. Bedürfnis hinter der Frage erfüllen

    Herr Werner: „Nett, dass Sie nach meinem Befinden fragen. Ich fühle mich wieder fit. Was liegt denn alles an?“

  2. Antworten – aber anders als erwartet

    Herr Werner: „Glücklicherweise nichts Ansteckendes. Ist während meiner Abwesenheit etwas passiert, das ich wissen müsste?“

  3. Antwort vertagen

    Herr Werner: „Das erzähle ich Ihnen später. Jetzt sehe ich lieber erst einmal zu, dass der Stapel, der sich hier angehäuft hat, schnell abgebaut wird.“

  4. Gegenfrage stellen

    Herr Werner lacht: „Soll ich wirklich ins Detail gehen? Was gab’s denn letzte Woche Wichtiges?“

  5. Antworten mit Charme und Humor

    Herr Werner: „Jede Menge Zeit zum Gesundwerden. Scherz beiseite. Habe ich etwas Wichtiges verpasst?“

  6. Offen sagen, dass man die Frage nicht beantworten möchte

    Herr Werner: „Seien Sie mir nicht böse, aber ich mag jetzt wirklich nicht darüber sprechen. Gab’s was Besonderes in der letzten Woche?“

 
Viel Erfolg bei Ihren nächsten Reden und Präsentationen.

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