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Rainer Wälde
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Archiv-Ausgabe 21. Januar 2009

Unsere Themen heute:
„Lieber ein unbequemer Stuhl als ein langweiliger Referent, aber ein Unglück kommt selten allein.“

Sehr geehrte Leserin,
sehr geehrter Leser,


kennen Sie das Zitat „Lieber ein unbequemer Stuhl als ein langweiliger Referent, aber ein Unglück kommt selten allein.“?

Leider habe ich nicht herausgefunden, welcher geplagte Zeitgenosse so vom Unglück verfolgt wurde, dass er als Zuhörer sowohl einen unbequemen Stuhl als auch einen langweiligen Referenten abbekam. Wobei ich fest davon überzeugt bin, dass sich ein harter Stuhl ertragen lässt, wenn der Referent zu überzeugen weiß.

Doch der Alltag sieht oft anders aus: Erst kürzlich musste ich wieder der Rede eines Geschäftsführers zuhören, der sich zwar mit Zahlen und Fakten gut präpariert hatte – aber der doch eine wichtige Kleinigkeit offensichtlich vollkommen vergessen hatte: sein Publikum!

Das Publikum erwartet von einer Rede, einer Präsentation oder einem Vortrag, den Sie halten, nicht nur Information – sondern auch Unterhaltung. Das gilt für den Aufbau ebenso wie für Sprache und Gesten, die Sie einsetzen.

Jede Rede, die Sie halten, kann für Sie oder gegen Sie sprechen. Und wenn eben im ungünstigsten Fall Ihr Publikum auf harten Stühlen sitzen muss – packen Sie die Gelegenheit beim Schopf und beweisen Sie, dass ein Unglück eben doch allein kommt! Und dass es ein Glück ist, Ihnen zuzuhören.

Es grüßt Sie herzlich von Redner zu Redner

Ihr Manfred Engel
Redenschreiber und Chefredakteur
von Die besten Reden von A bis Z

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Beitrag 1:
Machen Sie Ihre Reden ansehnlich

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    Der neue Redenberater
    Wenn Sie abstrakte Zahlen anschaulicher machen, kann Ihnen Ihr Publikum besser folgen. Diese beiden Tipps helfen Ihnen dabei:

    Der neue Reden-Berater-Tipp 1: Stellen Sie Bezugspunkte her

    Die Aussage „Indien ist 3.287.000 Quadratkilometer groß“ sagt den meisten Zuhörern wenig. Ganz anders klingt der Satz so: „Indien ist 3.287.000 Quadratkilometer groß, also gut 7-mal so groß wie Schweden.“ Sofort haben die Zahlen eine Kontur. Suchen Sie bekannte Bezugspunkte und -größen, um die Zahlen für die Zuhörer begreifbar zu machen.Der neue Reden-Berater-Tipp 2: Prozente sind leichter zu fassen als große Zahlen

    Auch die Umsetzung von großen Zahlen in Prozentangaben ist zu empfehlen, denn den Zahlenraum von 1 bis 100 kann jeder überblicken. „Wir haben diesen Monat 363.000 ... (Werkstücke) produziert. Davon waren 14.973 Schrott. Das sind 4,1 %. Das heißt: Von 100 ... (Werkstücken) sind mehr als vier wertlos – nicht zu verkaufen. Oder anders: Jedes 25. ... (Werkstück) ist Schrott.“



     

    Beitrag 2:
    Aufgabenbündelung: Spart Zeit und Nerven

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    simplify organisiert
    Bündeln Sie Aufgaben, und richten Sie dafür feste Erledigungszeiten ein: Legen Sie beispielsweise bestimmte Zeiten für die Bearbeitung Ihrer elektronischen Post fest – bei Arbeitsbeginn, nach der Mittagspause und vor Arbeitsende.

    Damit können Sie auch die konzentrationsraubende Funktion zur Benachrichtigung über eingegangene E-Mails abstellen. Bestimmen Sie einen festen Zeitraum für Telefonate beziehungsweise notwendige Rückrufe.

    Möglicherweise können Sie kürzere Anrufe während der Müdigkeitsphase nach der Mittagspause angehen. Richten Sie einen Nachmittag ein für „Verwaltungskram“:
    Reisekostenabrechnung, Büromittelbestellung etc.

    Wenn Sie nach diesem Prinzip Ihren Tag bzw. Ihre Woche organisieren, hat das laut simplify organisiert diese 3 großen Vorteile:
    1. Sie können alle entsprechenden Aufgaben gedanklich abhaken, weil es einen festen Erledigungstermin dafür gibt.

    2. Sie sparen eine Menge Zeit, weil Sie sich nicht jedes Mal wieder aufs Neue in ein Thema hineindenken und dafür benötigte Hilfsmittel heraussuchen müssen.

    3. Das Prinzip hilft bei aufschiebegefährdeten Aufgaben. Statt beispielsweise ein unangenehmes Telefonat zu vertagen, erledigen Sie es einfach mit, wenn Sie Ihre Telefonliste abarbeiten.

     
    Viel Erfolg bei Ihren nächsten Reden und Präsentationen.

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