23. Oktober 2017
 
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Archiv-Ausgabe 7. Juli 2010

Unsere Themen heute:
Auch in verfahrenen Situationen einen kühlen Kopf bewahren

Sehr geehrte Leserin,
sehr geehrter Leser,


einst wurde ein Redner mit den Worten angekündigt, er sei einer der Top-Unternehmer der Republik. Mit der Produktion von hochwertigen Computern habe er in Bayern Millionen verdient.

Als der so Angekündigte das Wort ergriff, war er offensichtlich ein wenig verlegen. „Die Fakten sind im Kern zutreffend“, sagte er. „Aber ich möchte doch darauf hinweisen, dass es sich nicht um Computer handelt, sondern um landwirtschaftliche Maschinen. Der Produktionsstandort ist auch nicht in Bayern, sondern in Ostfriesland. Und um auch die finanzielle Seite zu erläutern“, führte der Redner weiter aus.

 „Es ging nicht um Millionen, sondern um einige Hunderttausend. Zudem habe nicht ich dies alles bewerkstelligt, sondern mein Bruder. Und der hat diese Summe nicht verdient, er hat sie verloren! Doch abgesehen davon“, schloss er, „bin ich dankbar für diese freundlichen Worte und für die Gelegenheit, heute vor Ihnen zu sprechen.“

Ein wunderbares Beispiel dafür, wie ein Redner auch in scheinbar verfahrener Situation kühlen Kopf und Contenance bewahrt.



Es grüßt Sie herzlich von Redner zu Redner

Ihr Team von Reden und präsentieren aktuell

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Beitrag 1:
So finden Sie den richtigen Argumentationsweg

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    Die BESTEN Reden von A bis Z
    Der griechische Philosoph Aristoteles spricht von „Argumentationswegen“ – der schlüssigen Aneinanderreihung unterschiedlicher Argumente. Es gibt den induktiven und den deduktiven Weg.

    In diesem Beitrag aus Die BESTEN Reden von A–Z erklären wir Ihnen die Unterschiede:

    Der induktive Argumentationsweg

    Dieser Staubsauger wird von Herrn Bröckelmann bereits seit 10 Jahren erfolgreich in seinem Haushalt eingesetzt. Herr Bröckelmann hat in dieser Zeit keine Probleme mit Wartung und Reparaturen gehabt. Und dies ist nur ein Beispiel für zufriedene Kunden. Auch Sie können darauf vertrauen, dass unsere Produkte Ihnen und vielen anderen interessierten Kunden Nutzen bringen werden ...“Die Induktion schließt vom besonderen, einzelnen Fall auf allgemeine Zusammenhänge. Die Argumentation in einer Diskussion ist so immer anschaulich. Sie ist zu empfehlen, wenn die Diskussionspartner fachlich wenig von bestimmten Sachverhalten verstehen.

    Die BESTEN Reden von A–Z-Übung: Denken Sie sich vor einer Diskussion Beispiele aus, die Ihre Interessen im Gespräch mit anderen Personen absichern und aus denen für Sie günstige allgemeine Schlüsse gezogen werden können. Üben Sie, diese Beispiele in verschiedenen Alltagssituationen anzuwenden! Sie können dann überprüfen, ob Ihre Beispiele überzeugen.

    Der deduktive Argumentationsweg

    Nun, wir sind wie viele Unternehmen stolz darauf, dass wir besonders ,aktionärsfreundlich‘ sind. Das klingt, so allgemein formuliert, fast selbstverständlich. Ich will Ihnen daher jetzt mal aufzählen, was das für unsere Unternehmenspolitik im Einzelnen bedeutet und welche Schlussfolgerungen daraus hier und heute zu ziehen sind ...

    Die deduktive Argumentation ist anspruchsvoller. Sie geht von allgemeinen Zusammenhängen aus und kommt dann in die Einzelheiten. Sie benötigen also eine allgemeine These, die für die weitere Argumentation besondere Schlüsse zulässt. Entscheidend für den Diskussionserfolg ist, dass Ihre allgemeine These den Einwänden Ihrer Diskussionspartner trotzen kann.

    Wenn Ihr Diskussionspartner Ihnen entgegnen kann, dass Ihr Unternehmen „schon seit 10 Jahren keine Dividende mehr gezahlt“ habe, hängt die allgemeine These, sie seien „aktionärsfreundlich“, in der Luft, und Sie stehen im Abseits. Ihre Schlussfolgerungen sind dann nicht mehr nachvollziehbar.

    Die BESTEN Reden von A–Z-Übung: Sammeln Sie vor einer Diskussion allgemeine Thesen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Kritik widerstehen können. Ziehen Sie daraus die für Sie günstigen Schlüsse. Üben Sie, allgemeine Thesen in Gesprächen Ihres Berufsalltags anzuwenden und entsprechende Schlüsse zu ziehen! Sie werden schnell feststellen, welche allgemeinen Thesen sich als stabil erweisen und welche nicht.



     

    Beitrag 2:
    Gespräch bei Tisch: 7 Tipps, wie Sie eine anregende Gesprächsatmosphäre schaffen

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    Der große Knigge
    Mal finden Sie beim Geschäftsessen den Draht zu Ihrer Geschäftspartnerin nicht, mal schweigt sich bei der Hochzeitsfeier Ihr Tischherr (schüchtern, beleidigt, arrogant?) aus, mal findet sich partout kein Thema, das eine länger anhaltende Begeisterung weckt?

    Fazit: Ein Tischgespräch kann anstrengend sein!

    Mit diesen Tipps aus dem großen Knigge zeigen wir Ihnen, wie Sie dem großen Schweigen vorbeugen:

    Als Gastgeber/in tragen Sie eine besondere Verantwortung. Dabei ist die Kommunikation ja nicht Ihre einzige Aufgabe! Machen Sie es Ihren Gästen bereits im Vorfeld leicht, sich einzubringen.Wollen Sie zum Fachsimpeln anregen, bringen Sie Menschen aus der gleichen Berufsgruppe zusammen. Wollen Sie eine bunte Unterhaltung ermöglichen, laden Sie lieber Menschen aus verschiedenen Sparten ein. Wechseln Sie bei der Sitzordnung kommunikativ starke und zurückhaltende Personen ab.

    Machen Sie gegebenenfalls unbekannte Tischnachbarn mit einander bekannt. Erläutern Sie Ihre Sitzordnung: „... weil ihr dem gleichen Hobby frönt/weil Ihr beide aus dem Rheinland stammt“.

    Für Gäste und Gastgeber: Bringen Sie sich und andere ins Gespräch

    Ob Sie eine Einladung ausgesprochen oder angenommen haben: Tragen Sie bitte gleichermaßen aktiv zum Miteinander bei.

    Diese Verhaltensweisen fördern das Tischgespräch:

    • Sie halten zu möglichst vielen Gästen Blickkontakt.

    • Sie hören beim Gespräch zu und zeigen dies nonverbal mit zustimmendem Nicken, freundlichen Lächeln, Beifall spendendem Lachen und so genannten „sozialen Geräuschen“ wie „ach“, „oh“, „aber so etwas“.

    • Sie zeigen durch Fragen Interesse an den Äußerungen Ihrer Tischgenossen.

    • Sie demonstrieren durch Kommentare, kleine Erzählungen, kurze Anekdoten Ihre Bereitschaft, sich einzubringen: „Da habe ich erlebt / gehört / gelesen.“

    • Sie halten ihre Aussagen kurz. Zwei, drei Sätze können reichen, um andere auf Ideen zu bringen, eigene Erlebnisse anzuschließen.

    • Sie erliegen nicht der Versuchung, langatmig Ihre „Heldentaten“ zu präsentieren.

    • Sie ermuntern vielmehr andere zum Sprechen, indem Sie ihnen konkrete Fragen stellen, die ihre Expertise hervorheben: „Sagten Sie nicht, Sie hätten in Konstanz Medizin studiert? Wie ist denn da ... ?“ Oder: „Warst du nicht kürzlich in Stockholm? Stimmt es, dass …?“


    Fazit des großen Knigge: Sie müssen als Gastgeber nicht ständig sprechen; erteilen Sie Ihren Gästen das Wort. Erliegen Sie als Gast weder der Versuchung, die Zügel zu übernehmen, noch der, sich vom Gastgeber kommunikativ „bedienen“ zu lassen.



     
    Viel Erfolg bei Ihren nächsten Reden und Präsentationen.

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