17. Dezember 2017
 
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Mehr Gelassenheit mit der Bären-Methode

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Allgemeine Unzufriedenheit, Müdigkeit, körperliche Beschwerden im Magen-, Kreislauf- oder Wirbelsäulenbereich – das kann das Ergebnis innerer Überforderung sein: zu viele zeitliche Verpflichtungen, zu hohe Ansprüche an sich selbst, zu hohe Erwartungen anderer. Lernen Sie die Kunst der Gelassenheit.

Hier 5 Tipps aus dem neuen Reden-Berater, abgeschaut von einem besonders starken Typen – dem Bären:

  1. Bauch raus: Ein erwachsener Bär hat einen eindrucksvollen Bauch. Verabschieden Sie sich vom Schönheitsideal der mageren Models und der mit Anabolika aufgemotzten Muskelmänner. Wenn Sie abspecken wollen, tun Sie’s. Wenn Sie es nicht schaffen, lassen Sie’s. Ziehen Sie aber beim Reden den Bauch nicht ein, denn damit provozieren Sie Verspannungen in Rücken- und Schultermuskulatur, belasten den Verdauungstrakt und bekommen eine gequetschte Stimme.

  2. Belastung und Entspannung: Bären fangen gerne Fische und ruhen sich danach aus. Nehmen also auch Sie sich Zeit für Sport oder Bewegung, und zwar in derselben gesunden Mischung von Belastung und Entspannung wie die fischenden Grizzlys. Jagen Sie nach dem Joggen also nicht gleich zum nächsten Termin, sondern planen Sie Zeit zur Erholung und ggf. zur Vorbereitung ein.

  3. Sich groß machen: Wenn ein Bär angegriffen wird, richtet er sich zu seiner vollen Größe auf. Zeigen Sie am Rednerpult nicht nur körperliches Selbstbewusstsein: Stellen Sie die volle Größe und Bedeutung Ihrer Arbeit dar. Besser noch: Lassen Sie sich vor fremdem Publikum vom Gastgeber richtig vorstellen. Briefen Sie ihn spätestens 1 Woche vor Ihrem Auftritt schriftlich darüber, wer Sie sind – und stellen Sie dabei Ihr Licht nicht unter den Scheffel. Sie sind schließlich ein Bär und kein Meerschweinchen!

  4. Dicke Haut: Der Bär hat eine feste und dicke Haut, damit ihm Bienen und Insekten nichts anhaben können. So kann er es sich leisten, genüsslich in Bienenstöcken nach Honig zu suchen. Legen Sie sich ebenfalls eine dicke Haut zu, um sich vor den kleinen Sticheleien Ihrer Zuhörer zu schützen. Vergeuden Sie Ihre Zeit nicht damit, sich über Kleinigkeiten zu ärgern und von Neidern piesacken zu lassen. Wenn die anderen merken, dass Sie auf spitze Zwischenrufe und Bemerkungen nicht reagieren, hören sie von selbst auf.

  5. Brutpflege in der Höhle: Bärenmütter säugen ihre Jungen über ein Jahr lang. Obwohl sie kaum natürliche Feinde haben, suchen sie dazu Schutz in ihrer Höhle. Geben auch Sie Ihren Projekten genug Zeit zum Ausreifen. Sprechen Sie vorher (wenn Sie nicht selbst der Boss sind) mit Ihrem Chef ab, dass er Ihnen ausreichend Zeit einräumt (z. B. um eine Präsentation vorzubereiten) und nicht vorher ungeduldig wird. Ziehen Sie sich – wenn möglich – in Schutzräume zurück, in denen Sie nicht von dringenden Aufgaben gehetzt werden, sondern in Ruhe über Ihre Rede / Präsentation etc. nachdenken können.
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