26. Juni 2017
 
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„Was kann ich verbessern?“ – „Pausen setzen!“

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Die wenigsten Redner machen sich klar, wie wirkungsvoll und hilfreich gezieltes Warten und Innehalten vor und während des Sprechens sind. Es gibt nicht nur die Startpause. Die Pause hilft auch nach einer Irritation oder bei Überraschungen. Das ruhige Warten kann zudem hilfreich sein, wenn man den Faden verloren hat.

Joachim Müller, Herausgeber des neuen Reden-Beraters, hat bei unzähligen Meetings erlebt, dass die wenigsten Menschen – gerade auch Personen, die im Beruf viel reden müssen (wie Juristen, Lehrer, Ärzte, Politiker) sich dessen bewusst sind, wie wichtig Pausen sind. Die meisten Menschen haben anscheinend nie gelernt, mit Pausen umzugehen. Pausenloses Sprechen tötet aber die Dynamik, erschwert das Mitdenken und damit auch das Verstehen.

Beispiel: Hätte sich Edmund Stoiber richtig coachen lassen, hätte man ihm beigebracht, Punkte zu setzen (sprich: Pausen zu machen). Vielleicht wären dann seine legendären Ähs nicht zum Stolperstein geworden.

Joachim Müller ist die Bedeutung der Pause während der letzten Jahre immer bewusster geworden. Deshalb rät er Rednern immer wieder: zuhören, warten, denken, erst dann reden. Denn:

„Nur wer überlegt, ist überlegen!“

Ein Beispiel von Joachim Müller aus der Redaktionssprechstunde des neuen Reden-Beraters:

Eine bekannte Persönlichkeit wollte erfahren, wie sie sich rednerisch noch verbessern könnte. Ich hörte mir einige Reden dieser Person an und stellte fest: Der Profi sprach zu geschliffen und vor allem: pausenlos. Er wurde dadurch schlechter verstanden. Ich gab diesem erfahrenen Profisprecher nur einen einzigen Rat:

„Die Pause ist ein Punkt!“

Während wir einen Gedanken aussprechen, haben wir mindestens 3 bis 4 weitere Gedanken parallel im Kopf. Im Unterbewussten switchen in unserem Gehirn Abertausende von Informations-Bits zwischen den Synapsen umher.

Weil wir in der Regel viel schneller sprechen, als die Zuhörer es verdauen können, sind Pausen notwendig. Die Pause ist ein wichtiger Verständlichkeitshelfer – und mindestens ebenso wichtig als Vordenk- und Nachdenkpause.
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